Seminar mit Praktikum:
Industrielle Röntgentechnik als zerstörungsfreies Prüfverfahren für die Qualitätssicherung in der Produktion

Fraunhofer Allianz Vision

Nächster Termin: in Vorbereitung

Anmeldung

Industrielle Röntgentechnik als
zerstörungsfreies Prüfverfahren für die Qualitätssicherung in der Produktion

Die Qualitätssicherung ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Bestandteil des industriellen Produktionsprozesses geworden. Im Rahmen von Null-Fehler-Konzepten wird eine 100-Prozent-Inspektion in der Produktion angestrebt. Oft lässt eine visuelle Oberflächenprüfung jedoch keine ausreichenden Rückschlüsse auf die Qualität eines Werkstücks zu. Verdeckte Fehlstellen wie Lunker, Poren oder mangelhafte Fügeverbindungen sind äußerlich kaum erkennbar, können sich jedoch erheblich qualitätsmindernd und sicherheitskritisch auswirken.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen daher röntgenbasierte Inspektionsverfahren, mit deren Hilfe sich im Materialinneren verborgene Strukturen beliebig komplexer Objekte aus fast allen Werkstoffen mit hoher Genauigkeit erfassen und charakterisieren lassen. Durch das bildgebende Funktionsprinzip können viele bewährte Verfahren der klassischen Bildverarbeitung für eine automatische Fehlererkennung adaptiert werden.

Mögliche Einsatzgebiete der
industriellen Röntgentechnik sind unter anderem:

  • Erkennung von Defekten im Materialinneren (Lunker, Risse, Fehlstellen, Fremdkörper) z.B. bei Bauteilen aus Guss, Metall, Keramik, Kunststoff oder Holz sowie bei Leichtbaukomponenten (Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbünde)
  • Schichtweise Untersuchung großer flächiger Bauteile z.B. für Bauteile aus CFK oder GFK aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Windkraft oder Automobilbau oder aus dem Bereich Elektronik: elektronische Flachbaugruppen, Leiterplatten; Solarzellen
  • 3-D-Volumenrekonstruktion mit allen innenliegenden Strukturen, Visualisierung der Geometrie und Lagebestimmung von Defekten z. B. für Faserverbünde: Charakterisierung, Faserverteilung und Ausrichtung
  • Computertomographie als Messmittel: dimensionelles Messen als Alternative zur klassischen Koordinatenmesstechnik und für Rapid Prototyping und Reverse Engineering
  • Quantitative CT als Messinstrument für physikalische Materialeigenschaften, z.B. zur Ermittlung der räumlichen Verteilung der physikalischen Dichte oder zur Gewichtsbestimmung unzugänglicher Objektbestandteile

Zukunftspotenziale

  • Analyse dynamischer Prozesse, die eine räumliche und zeitliche Veränderung der Probe bewirken: Verformungs- oder Verschleißkontrolle eines Bauteils oder In-situ-Studien zur Schadensentstehung und -ausbreitung in Werkstücken als Basis für optimiertes Materialdesign.
  • Der Einsatz neuartiger energieauflösend und einzelphotonenzählend arbeitender Detektoren bietet die Möglichkeit, durch die Nutzung von zwei oder mehr Energieschwellen materialselektive Aufnahmen zu erstellen.

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Anwendungsspektrum der industriellen Röntgentechnik

System/Skala Größe Prüfobjekt Kleinste Strukturen Bespiele
Röntgenmikroskop 16 µm 15 nm biologische Proben (Zellen, Bakterien), Halbleiter, Schäume
Nano-CT 0,01 mm bis 1 mm minimal
400 bis 500 nm
integrierte Schaltungen, mikromechanische Bauteile, biologische Proben
Sub-µ CT einige Millimeter groß 500 nm Faserverbundwerkstoffe, Metallgefüge
Mikro-CT ca. 40 cm/
5 kg
3 µm KFZ-Steuergeräte, biologische Objekte
Makro-CT mehrere Dezimeter bis halber Meter 200 µm Räder, Motorblöcke, Wertstoffbehälter Recycling
Hochenergie-CT mehrere Meter Millimeterbereich Großbauteile aus dem Flugzeug- oder Schiffbau, Frachtcontainer

Zielgruppen

  • Ingenieure und Konstrukteure aus Entwicklung und Versuchsfeld
  • Mitarbeiter der Qualitätssicherung
  • Verantwortliche für Produkt, Produktion und Prozess
  • Leitungsebene und Führungskräfte, die sich eine Entscheidungsgrundlage für In­vestitionen erarbeiten wollen

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Angesprochene Branchen

  • Automobilhersteller und Zulieferer
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Luft- und Raumfahrt
  • Leichtbau, Verbundwerkstoffe
  • Optische Industrie
  • Metall und Metallverarbeitung
  • Gussindustrie (Gießereien)
  • Elektronikproduktion
  • Keramik
  • Verpackungsindustrie
  • Kunststoff und -Gummiindustrie
  • Erneuerbare Energien (Windkraft, Photovoltaik)
  • Medizintechnik
  • Nahrungsmittel
  • Biologie, Mineralogie, Geologie, Archäologie

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Organisatorisches

Seminarort

Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik EZRT
Flugplatzstraße 75
90768 Fürth

Seminarleitung

Dipl.-Ing. Michael Sackewitz
Fraunhofer-Allianz Vision
Telefon: +49 911 58061-5800
E-Mail: vision@fraunhofer.de

Organisation und Anmeldung

Kathrin Vogel M.A.
Fraunhofer-Allianz Vision
Flugplatzstraße 75
90768 Fürth
Telefon: +49 911 58061-5800
Fax: +49 911 58061-5899
E-Mail: vision@fraunhofer.de

Seminargebühr

1.180 EUR
Bitte bezahlen Sie nach Rechnungserhalt.

Leistungsumfang

  • Seminarunterlagen und Handbuch
  • Teilnahmezertifikat
  • Verpflegung (Getränke, Mittagessen)
  • Abendimbiss am 1. Tag

Anmeldung

Folgende Anmeldemöglichkeiten stehen zur Verfügung

Sie erhalten dann Anmeldebestätigung, Rechnung, Zufahrtsbeschreibung und Hotelliste.

Teilnehmer

Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt.

Rücktritt

Rücktritt von der Seminarteilnahme ist bis 2 Wochen vor Seminarbeginn möglich. Bei späterem Rücktritt wird die Teilnahmegebühr in Rechnung gestellt. Die Teilnahme eines Stellvertreters ist möglich.

Stornierung

Die Seminarleitung behält sich in dringenden Ausnahmefällen eine Änderung des Programms und/oder von Referenten vor. Im Fall einer Stornierung aus unvorhersehbaren Gründen werden die Teilnehmer umgehend benachrichtigt und bereits gezahlte Teilnahmegebühren erstattet. Weiterer Anspruch auf Schadensersatz bzw. Ersatz entstandener Auslagen entsteht nicht.

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Veranstaltungsdatum:

vom 10.6.2015 bis zum 11.6.2015
am Fraunhofer EZRT in Fürth

Aktualisierungsdatum

25.06.2015