Automatische Druckbildprüfung

Fraunhofer-Allianz Vision

Eine große Zahl von Produkten des täglichen Bedarfs, von der Milch bis zum Haarspray, kommt in bedruckten Verpackungen in den Handel. Der Aufdruck erfüllt mehrere wichtige Funktionen:

  • er soll auf den ersten Blick erkennbar machen, um welche Art von Produkt es sich handelt
  • er soll für das Produkt werben
  • er soll dem Kunden bestimmte Informationen bieten

Dementsprechend hoch sind die Anforderungen, die an die Qualität der Aufdrucke gestellt werden. Die Farbnuance der Cremedose muss stimmen, das Verfallsdatum auf dem verderblichen Produkt muss lesbar sein. Einwandfrei muss der Aufdruck vor allem dort sein, wo der Hersteller verpflichtet ist, über das Produkt und seine Anwendung zu informieren, wie etwa bei Arzneimitteln. Nur Prüfautomaten erreichen in der laufenden Produktion zuverlässig alle Anforderungen.

Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe, stellt ein Bildauswertesystem vor, das auf diese Aufgabe spezialisiert ist. Es arbeitet mit einer hochauflösenden Zeilenkamera (4096 Bildpunkte) und erreicht eine Prüfgeschwindigkeit von über 80 Mio. Bildpunkten/s. Das zugrundeliegende Prüfverfahren ist ein zeichenweiser Bildvergleich. Dabei wird zwischen festen und variablen Zeichen unterschieden. Feste Zeichen stellen in der Regel das Firmenlogo, der Produktname und der Name des Herstellers dar, um variable Zeichen handelt es sich etwa bei der Chargennummer, dem Herstellungsdatum sowie etwaigen individuellen Nummerierungen. Außer den Zeichen werden auch die unbedruckten Flächen, z. B. auf Farbspritzer oder wolkige Verunreinigungen hin, geprüft. Die Prüfgenauigkeit ist über verschiedene Parameter einstellbar, hängt aber auch von der individuellen Form der zu prüfenden Zeichen ab.

Aktualisierungsdatum

17.01.2005