Optisches Präzisionsmesssystem zur automatisierten Messung von Maß,- Form- und Lagetoleranzen an rotationssymmetrischen Bauteilen

Das Institut für Umformtechnik der mittelständischen Wirtschaft GmbH aus Lüdenscheid präsentiert ein optisches Präzisionsmesssystem zur automatisierten Messung von Maß-, Form- und Lagetoleranzen an rotationssymmetrischen Bauteilen. Das Gerät arbeitet auf Basis des Schattenbildverfahrens mit Matrix-Kameras. Das für den Einsatz im Fertigungsbereich konzipierte Messsystem ist sowohl für die Erstbemusterung als auch für die fertigungsbegleitende Stichprobenprüfung (Werkerselbstprüfung) einsetzbar. Dank neuer Entwicklungen ist nun auch die Messung konkaver Strukturen auf der Kopfauflagefläche von Schrauben oder anderer Oberflächen möglich, ebenso wie die berührungslose Messung von Außenverzahnungen. Des Weiteren wurde das System um eine axial angeordnete Kamera zur Messung von Umrisskonturen erweitert.

Über einen Rotations- und Axialvorschub werden Bauteile mit einem Durchmesser bis zu 80 mm und einer Gesamtlänge bis zu 340 mm vermessen. Mit hoch auflösenden CCD-Kameras können Wiederholgenauigkeiten von ± 1 mm (Vertrauensniveau 95%) erreicht werden. Die Messsoftware beinhaltet standardmäßig mehr als 70 typische Messvorschriften für rotationssymmetrische Teile, insbesondere für Verbindungselemente. Die Einbindung in Prüfpläne ist ohne besondere Programmierkenntnisse möglich.

Gesamtansicht des optischen Präzisionsmesssystems zur automatisierten Messung von Maß,- Form- und Lagetoleranzen an rotationssymmetrischen Bauteilen
© Foto Institut für Umformtechnik der mittelständischen Wirtschaft GmbH

Gesamtansicht des optischen Präzisionsmesssystems zur automatisierten Messung von Maß,- Form- und Lagetoleranzen an rotationssymmetrischen Bauteilen

Einblick in den Prüfraum
© Foto Institut für Umformtechnik der mittelständischen Wirtschaft GmbH

Einblick in den Prüfraum

Anwendungsbeispiel: Messung der Kopfauflagenfläche
© Foto Institut für Umformtechnik der mittelständischen Wirtschaft GmbH

Anwendungsbeispiel: Messung der Kopfauflagenfläche

Anwendungsbeispiel: Prüfung einer Schraube
© Foto Institut für Umformtechnik der mittelständischen Wirtschaft GmbH

Anwendungsbeispiel: Prüfung einer Schraube

Die Vorteile dieser optischen Messtechnik in der Fertigung sind:

Prüfzeiteinsparung durch hohe Messgeschwindigkeit

schnelles, manuelles Messen ausgewählter Prüfmerkmale durch den Maschineneinrichter während des Rüstprozesses

einfaches Erstellen von artikelspezifischen Prüfplänen

automatische Artikelauswahl über Artikeldatenbank

weitgehende Substitution von Handmessmitteln

Maß,- Form- und Lagetoleranzen messbar

trilobulare Geometrien messbar

geringe Messunsicherheit

Schnittstellen zu gängigen CAQ-Systemen vorhanden

Kalibrieren durch den Anwender mittels DKD-zertifizierter Prüfnormale

automatische Probenzuführung für aufwändige Messsystemanalysen optional erhältlich

Messebesucher können Verbindungselemente und rotationssymmetrische Formteile sofort manuell und in wenigen Minuten im programmierten Modus vermessen und somit die Einfachheit, Schnelligkeit und Reproduzierbarkeit der Messdurchführung verfolgen.