Presseinformation: Erhöhung des geometrischen Auflösungsvermögens für radiometrische Thermographiekameras mit gekühlten Detektoren

Konzepte zur Erhöhung der geometrischen Auflösung von Thermographiekameras gehören seit Jahren zum aktuellen Stand der Technik. Mit »MicroScan« stellt die InfraTec GmbH aus Dresden eine Möglichkeit vor, das Bildformat für eine im zivilen Sektor genutzte radiometrische Thermographiekamera mit gekühltem FPA-Photonen-Detektor zu vervierfachen.

So können beispielsweise Aufnahmen mit Modellen der Thermographie-Kameraserie »ImageIR®« mit bis zu 2.560 × 2.048 IR-Pixel (5,2 MegaPixel) erstellt werden. Dadurch werden auch feinere Strukturen im Thermogramm sichtbar. Erreicht wird dies durch ein schnell rotierendes MicroScan-Rad, das in der Kamera integriert ist. Es sorgt dafür, dass pro Radumdrehung vier verschiedene Einzelaufnahmen entstehen, die zueinander jeweils um ein halbes Pixel lateral versetzt sind. Diese Einzelaufnahmen werden in Echtzeit zu einem Thermogramm mit vierfachem Bildformat zusammengeführt. Jedes Pixel im Bild stellt einen echten Temperaturmesswert dar und keinen interpolierten Bildpunkt. Durch die räumliche Überabtastung des MicroScan gewinnen die Aufnahmen deutlich an Qualität, weil beispielsweise das Entstehen von Aliasing-Artefakten im Bild verringert werden kann.

Vergleichsaufnahme einer Leiterplatte ohne und mit MicroScan-Technologie
© InfraTec GmbH

Vergleichsaufnahme einer Leiterplatte ohne und mit MicroScan-Technologie

Je nach eingesetzter Kamera dreht sich das MicroScan-Rad mit weit über 5000 Umdrehungen pro Minute, wodurch auch Messobjekte in Bewegung oder mit sich ändernden Temperaturen thermographisch analysiert werden. Damit ist die Technologie nicht nur für den Einsatz in der Mikrothermographie geeignet, sondern ebenso für verschiedenste Sicherheitsanwendungen.

Mit Hilfe dieses Verfahrens sind die bildlichen Darstellungen in den Thermogrammen rauscharm und die Messobjekte werden fein aufgelöst dargestellt. Das zeigt beispielsweise ein Blick auf die Kantenübergänge der Objekte. Auch schräge Objektkanten oder Rundungen werden selbst beim starken Vergrößern eines Bildausschnitts per Digitalzoom genau wiedergegeben. Mit der Nutzung dieses Systems vereinfacht sich für Anwender das Auswerten und Analysieren der Thermogramme, weil auf den Aufnahmen deutlich mehr Details zu erkennen sind.

Thermographiekamera mit MicroScan-Einheit
© InfraTec GmbH

Das Modul 1 der Thermographiekamera enthält die integrierte opto-mechanische MicroScan-Einheit