Presseinformation: Strahlungsstabiler Röntgendetektor XEye für den industriellen Dauerbetrieb

Anwendungsbeispiel einer Radprüfung
© Meomed s.r.o.; Fraunhofer EZRT

Anwendungsbeispiel Radprüfung

Einblick in die Produktion eines Röntgendetektors
© Meomed s.r.o.; Fraunhofer EZRT

Produktion eines Röntgendetektors

Strahlungsstabile Röntgendetektoren
© Meomed s.r.o.; Fraunhofer EZRT

Strahlungsstabile Röntgendetektoren

Das Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik EZRT, Fürth, hat den Röntgendetektor XEye entwickelt, der von Meomed s.r.o. aus Prerov (Tschechische Republik) gefertigt wird. Die Röntgendetektoren des Fraunhofer EZRT zeichnen sich besonders durch ihre konstant hohe Bildqualität und ihre lange Lebensdauer aus. Aufgrund der Strahlungsstabilität ist der Einsatz im 24-Stunden-Betrieb möglich. Die Röntgendetektoren kommen in zahlreichen Anwendungen der zerstörungsfreien Materialprüfung zum Einsatz. In der Automobilindustrie wird der Detektor in nahezu allen Fertigungsbereichen eingesetzt. Typische Prüflinge sind z. B. Felgen, Kolben, Zylinderköpfe und Getriebegehäuse, Fahrwerkskomponenten aus Aluminium, Elektronikboards oder Spritzgussteile aus Kunststoff.

Eine konstant hohe Bildqualität ist ein wichtiger Faktor für den erfolgreichen Einsatz röntgenbasierter Prüfsysteme zur Erkennung auch kleinster Materialdefekte wie Lunker, Blasen oder Risse. Bei den Röntgendetektoren der XEye-Reihe wird die konstant hohe Bildqualität durch ein patentiertes Strahlenschutzkonzept erreicht, das sämtliche elektronischen und optischen Komponenten vor Röntgenstrahlung bis mindestens 225 kV Röhrenspannung abschirmt. Ermöglicht wird dies durch die digitale Aufnahme einer Leuchtfolie (Szintillator), die, angeregt durch die Röntgenstrahlung, sichtbares Licht emittiert. Mehrere optische Kameras erfassen jeweils einen Teilbereich des Szintillators. Die Einzelbilder werden anschließend nahtlos zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Durch das angewandte Funktionsprinzip der optischen Abbildung können sämtliche elektronischen Komponenten von der Röntgenstrahlung abgeschirmt werden, wodurch die hohe Strahlungsstabilität und die lange Lebensdauer der Röntgendetektoren erreicht werden.

Große Abbildungsflächen mit Pixelgrößen ab 100 µm sind durch ein modulares Konzept realisierbar. Detektorformate und Pixelgrößen sind anwendungsspezifisch auf die jeweilige Prüfaufgabe anpassbar. Zusammen mit einer hohen Bildwiederholrate können dadurch die Prüfzeiten minimiert und die Detailerkennbarkeit optimiert werden. Darüber hinaus ist eine Bewegung des Prüflings unmittelbar vor und nach der Bildaufnahme möglich, was wiederum die gesamte Prüfdauer verkürzt.