Inspektion spiegelnder Oberflächen mit Deflektometrie

Prinzip der Deflektometrie
© Fraunhofer IOSB

Prinzip der Deflektometrie

Darstellung von Oberflächendefekten
© Fraunhofer IOSB

Darstellung von Oberflächendefekten

Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildverarbeitung IOSB, Karlsruhe, stellt ein System für die Inspektion spiegelnd reflektierender Oberflächen auf Basis der Deflektometrie vor. Dieses System eignet sich für die Prüfung von Testteilen von bis zu 30 x 10 cm². Dabei skaliert die Größe der prüfbaren Teile mit der Größe des Messaufbaus. 

Das deflektometrische Verfahren bildet das Fehlerempfinden des menschlichen Auges für spiegelnde Oberflächen auf hervorragende Weise nach, weil hier ein ähnliches physikalisches Prinzip zum Einsatz kommt: dabei gibt vor allem die lokale Verzerrung einer regelmäßigen Referenzstruktur Aufschluss über Oberflächenfehler. Diese werden durch den Menschen zwar schnell erkannt, aber dabei nur subjektiv bewertet.

Das vorgestellte Messverfahren gestattet eine Empfindlichkeit, die wesentlich über derjenigen des menschlichen Auges liegt, und bietet durch reproduzierbare Messungen der Oberflächenkrümmung gleichzeitig ein objektivierbares Qualitätskriterium.

Es können dabei alle Arten von topographisch ausgeprägten Defekten, wie Pickel, Dellen, Welligkeiten, Orangenhautmerkmale oder Verzüge detektiert und messtechnisch erfasst werden.