Panorama Camera PanCam für die automatische Sichtprüfung von Bohrungen und Rohren

PanCam ist ein System zur automatischen Sichtprüfung, das speziell für die Erkennung von Oberflächenfehlern in Innenräumen ausgelegt ist. Wichtige Anwendungen sind die Sichtprüfung von Werkstücken mit Bohrungen, wie hydraulische oder pneumatische Bauteile (z. B. Brems- und Kupplungszylinder), sowie die Sichtprüfung von Rohren. Durch die Entwicklung einer zusätzlichen neuen Beleuchtung ist nun auch die Inspektion von kleinen Sack-Bohrungen möglich.

Von zentraler Bedeutung bei Pancam ist eine spezielle Bildaufnahmetechnik: um einen Rundumblick auf die innenliegende Oberfläche zu erhalten, werden Panorama-Optiken verwendet. Im Gegensatz zu der üblicherweise eingesetzten Seitblickoptik ist zur Abtastung der gesamten Ober­fläche nur eine Vorschubbewegung aber keine Drehbewegung notwendig. Dadurch wird eine sehr hohe Prüf­geschwindigkeit erzielt.

Abbildung der PanCam
© Fraunhofer IIS

PanCam

Wesentliche Merkmale und Vorteile von PanCam sind:

  • Wirtschaftlichkeit aufgrund des Einsatzes von Standardkomponenten
  • hohe Prüfgeschwindigkeit dank Panorama-Kamera und einfacher Handhabung
  • hohe Prüfsicherheit durch neueste Verfahren zur Fehlererkennung und Fehlerklassifikation
  • automatische Endoskopie als prozessintegriertes, zerstörungsfreies Prüfverfahren
  • ersetzt visuelle Prüfmethoden
  • erkennt frühzeitig Werkzeugschäden und vermindert Folgekosten
  • klassifiziert Fehler nach Qualitätsstandards
  • Prüfung kleiner (Tiefloch-) Bohrungen ab ca. 2 mm Durchmesser
  • automatisches Erkennen von Oberflächenfehlern ab ca. 0,05 mm (z. B. Lunker, Poren, Kratzer)
  • Inspektion von kleinen Sack-Bohrungen unter 10 mm Durchmesser durch neue Beleuchtung
  • der Einsatz von Hochgeschwindigkeitskameras erlaubt die zuverlässige Prüfung eines 100 mm tiefen Bohrlochs in 3 Sekunden

Allgemeine technische Daten:

  • PC-Plattform
  • Endoskop mit Panorama-Optik
  • kontinuierliche Vorschubbewegung zur Bildaufnahme
  • elektronisch entzerrte Darstellung von Abwicklungen der Innenflächen
  • Erkennung und Klassifikation von Fehlern
  • verschiedene Oberflächenbereiche nach unterschiedlichen Kriterien bewertbar
  • Parallelisierung von Auswertealgorithmen
  • graphische Benutzeroberfläche
  • Schnittstelle zum Fertigungsprozess
  • Darstellung und Protokollierung der Prüfergebnisse

Anwendungsbeispiele:

  • Prüfung von Hydraulik- und Pneumatik-Bauteilen:
    • Hydraulische Steuerkomponenten von Automatik-Getrieben
    • Hydraulikzylinder, z. B. Brems-, Kupplungs-, ABS-, Geber- und Nehmerzylinder.
    • Sanitärfittings
  • Prüfung von Rohren (Präzisrohren)