Control 2012

Qualitätssicherung von Hightech-Materialien und Leichtbaustrukturen mit Bildverarbeitung und optischer Mess- und Prüftechnik

Fraunhofer Vision auf der Control 2012

Die Fraunhofer-Allianz Vision präsentiert auf der Control 2012 in Stuttgart (Halle 1, Stand 1502) eine Auswahl aktueller Mess- und Prüfsysteme mit Bildverarbeitung für die Qualitätssicherung in der Produktion.

Schwerpunkt »Qualitätssicherung von Hightech-Materialien und Leichtbaustrukturen mit Bildverarbeitung und optischer Mess- und Prüftechnik«

Hightech-Materialien und moderne Leichtbaustrukturen sind häufig die treibende Kraft für industrielle Produktentwicklungen und damit wegbereitend für vielfältige Innovationen. Ihre Verwendung eröffnet maximale Designfreiheit, anforderungsoptimierten Materialeinsatz und oft den entscheidenden Gewichtsvorteil. Die Entwicklung und Erprobung maßgeschneiderter Werkstoffkonzepte steht daher im Fokus vieler Anwenderbranchen, ebenso wie deren serientaugliche Umsetzung mit gleich bleibender Qualität in automatisierten Prozessen. Hierbei nehmen industrielle Bildverarbeitung und optische Mess- und Prüftechnik eine Schlüsselrolle ein.

 

Die Entwicklungen und Systeme der Fraunhofer Vision-Institute liefern hier auf mehrfache Weise einen Beitrag:

  • Bildverarbeitung und optische Mess- und Prüftechnik unterstützen die Entwicklung und Erprobung neuer Materialien und dienen der Absicherung von Fertigungsprozessen. Besondere Anwendungspotenziale bieten dabei der strukturelle Leichtbau, Verbundwerkstoffe und innovative Fügeverfahren.
  • Der fertigungsnahe Einsatz der Technologien erlaubt Qualitätsabweichungen bereits bei ihrer Entstehung zu erkennen und so auf Veränderungen im Prozessablauf rechtzeitig zu reagieren.
  • Für eine automatische Kontrolle, die zunehmend auf industrieller Bildverarbeitung basiert, sprechen neben wirtschaftlichen Überlegungen insbesondere die gewonnene Objektivität sowie die hohe Reproduzierbarkeit und Verfügbarkeit im Vergleich zur manuellen Prüfung.

Am Fraunhofer Vision-Stand bei der Control 2012 werden die Kompetenzen der Fraunhofer Vision-Institute im Hinblick auf das Thema »Qualitätssicherung von Hightech-Materialien und Leichtbaustrukturen« beispielhaft für einige Anwendungsfelder demonstriert.

 

Highlights am Stand

Terahertz-Messtechnik – innovative Prüfmethode für moderne Hightech-Materialien

Mit der Terahertz-Technik steht nun eine industrietaugliche Prüfmethode zur Untersuchung moderner Hightech-Materialien und Leichtbaustrukturen auf innere und äußere Qualitätsabweichungen zur Verfügung. Damit ist es möglich, berührungslos und zerstörungsfrei beispielsweise die Materialdicke mehrschichtiger Verbundwerkstoffe zu messen oder auch Strukturen und Defekte in Volumenmaterialien zu analysieren. Mit mehreren Dutzend Messungen pro Sekunde sind die Systeme inzwischen so schnell, dass sie zur Inline-Prüfung direkt in der Produktionslinie eingesetzt werden können. Am Fraunhofer Vision-Stand bei der Control wird die Inline-Fähigkeit der Terahertz-Technik am Beispiel der Schichtdickenmessung von dünner Kunststofffolie demonstriert. Die Live-Messung erfolgt an mehrlagigen Kunststofffolien unterschiedlicher Dicke.

Aussteller: Fraunhofer IPM, Kaiserslautern

Control 2012 IPM Terahertz
© Fraunhofer IPM

IPM Terahertz

Live-Messungen mit Röntgen - Charakterisierung moderner Hightech-Materialien

Die Proben werden zunächst mit dem Röntgen-Computertomographie-Gerät CTportable gemessen. Im Anschluss erfolgt die Auswertung und Analyse der Volumenbilder mit der Analyse-Software MAVI. Die Auswertung ermöglicht Rückschlüsse auf die Werkstoffeigenschaften und kann zur Materialoptimierung genutzt werden. Es können auch eigene Proben zur Untersuchung mitgebracht werden (max. Größe: 40 x 40 x 40 mm). Die Messungen finden dreimal täglich statt.

Aussteller:
Fraunhofer EZRT, Fürth
Fraunhofer ITWM, Kaisersautern

Control 2012 EZRT Livemessung
© Fraunhofer EZRT

EZRT Livemessung

Hightech-Materialien und Leichtbauteile

Prüfung komplexer Verbundwerkstoffe mittels Multisensorsystemen

Durch den Einsatz eines aus aktiver Thermographie und digitaler Shearographie bestehenden Multisensorsystems lässt sich die Defekterkennungsrate bei komplexen Verbundwerkstoffen, wie sie beispielsweise im Flugzeugbau eingesetzt werden, nachhaltig verbessern. Da das System nur mit einer gemeinsamen Anregung arbeitet, wird auch die Prüfzeit reduziert. Das Prüfergebnis enthält sowohl thermische als auch mechanische Informationen bezüglich des Defektzustandes, woraus sich zusätzliche Informationen über die Defektart ableiten lassen. Aufgrund der Redundanz und der weitgehend komplementären Funktionsweise beider Prüfverfahren wird damit neben einer verbesserten Defekterkennungsrate auch die Nachweissicherheit von Defekten erhöht.

Aussteller: Fraunhofer IPA, Stuttgart

Control 2012 IPA Multisensorsystem
© Fraunhofer IPA

IPA Multisensorsystem

UItraschall-Tomographie zur Prüfung moderner Leichtbauwerkstoffe

Mit dem Mehrkanalprinzip des »Sampling Phased Array« wird das Ultraschallprüfverfahren um eine tomographische zwei- und dreidimensionale Bildgebung erweitert und eignet sich damit auch zur Prüfung moderner Hightech-Materialien, die aufgrund ihrer ausgeprägten Materialstruktur der klassischen Ultraschallprüfung nur schwer zugänglich sind. Bauteile z.B. aus CFK können mit hoher Geschwindigkeit geprüft und ihr Volumen kann vollständig 3-D-visualiert werden. Ein weiterer Vorteil der Ultraschall-Tomographie ist die sehr einfache und kostengünstige Elektronik, bei der die integrierten Rechnerstrukturen der Signalverarbeitung die Bildgebung bewirken.

Aussteller: Fraunhofer IZFP, Saarbrücken

Control 2012 IZFP Ultraschall
© Fraunhofer IZFP

IZFP Ultraschall

Defekterkennung in semi-transparenten Bauteilen und Faserverbund-Werkstoffen mit optischer Kohärenztomographie OCT

Mit optischer Kohärenztomographie (OCT) können Defekte und Inhomogenitäten in halbtransparenten, dünnschichtigen Stoffen und Materialien charakterisiert und analysiert werden. Vorgestellt wird ein vollautomatisches System für den industriellen Einsatz, mit dem frühzeitig in der Prozesskette Qualitätsabweichungen z. B. bei Folien oder Faserverbundwerkstoffen erkannt werden können.

Aussteller: Fraunhofer IPT, Aachen

Control 2012 IPT Bildverarbeitung Kohärenztomographie
© Fraunhofer IPT

IPT Bildverarbeitung Kohärenztomographie

Hochauflösender Multifrequenz-Wirbelstrom Scanner zur prozessnahen Prüfung von Kohlefasermaterialien

Kohlefasern haben eine geringe elektrischer Leitfähigkeit, die für die Qualitätsbeurteilung durch Wirbelstrom genutzt werden kann. Aufgrund ihrer einfachen Anwendbarkeit sind wirbelstrom-basierte Prüfmethoden besonders für eine schnelle prozessnahe Prüfung von Kohlefaserverbundwerkstoffen (CFK) geeignet. Das Fraunhofer IZFP Dresden stellt mit dem universell parametrierbaren Freiformscanner EddyCus MPECS eine Weiterentwicklung der Wirbelstrom-Prüfsysteme vor, die durch die Erzeugung von verzerrungsfreien Leitfähigkeitsbildern auch an realen 3-D-Strukturen einsetzbar ist.

Aussteller: Fraunhofer IZFP, Dresden

Control 2012 IZFP EddyCus
© Fraunhofer IZFP

IZFP EddyCus

Computerlaminographie für die zerstörungsfreie Prüfung
großer flächiger Bauteile

Die Computerlaminographie ist eine Variante der Computertomographie (CT), die gegenüber der CT den Vorteil hat, dass insbesondere flächige Objekte mit hoher geometrischer Auflösung untersucht werden können. Das Laminographie-System CLARA eignet sich zur Untersuchung sehr großer, flächiger Bauteile mit einer Breite bis zu 1,5 Meter und einem Gewicht von 300 kg.

Aussteller: Fraunhofer EZRT, Saarbrücken

Control 2012 EZRT Röntgentechnik Laminographie
© Fraunhofer EZRT

EZRT Röntgentechnik Laminographie

Deflektometrie zur Inspektion (teil-)spiegelnder Oberflächen

Mit deflektometrischen Verfahren können spiegelnde und teilspiegelnde Oberflächen reproduzierbar und objektiv untersucht werden. Dabei ist sowohl die schnelle Detektion von lokalen Defekten (z. B. Pickeln oder Dellen) als auch die geometrische Vermessung und 3-D-Modellgenerierung großer und komplex geformter Objekte möglich. Deflektometrische Messdaten lassen sich außerdem nutzen, um mittels Texturanalyse feine Strukturen wie z. B. Fasern in Verbundwerkstoffen oder überlackierte Schleifriefen zu erkennen und zu bewerten.

Aussteller: Fraunhofer IOSB, Karlsruhe

Control 2012 IOSB Deflektometrie
© Fraunhofer IOSB

IOSB Deflektometrie

Detektion innerer Defekte in Hightech-Materialien mit Wärmefluss-Thermographie

Mit dem neuen Multisensor-System, das gemeinsam vom Fraunhofer IWU und der Infratec GmbH entwickelt wurde, ist eine Qualitätsbewertung von Aluminium-CFK-Verbundwerkstoffen möglich. Die Qualitätsbewertung erfolgt mittels Wärmefluss-Thermographie und kann mit weiteren bildgebenden Verfahren kombiniert werden. Die Zusammenführung und gemeinsame Auswertung der Daten aus den verschiedenen Sensorsystemen erfolgt mittels der Software Xeidana (Extensible Environment for Industrial Data Analysis), die am Fraunhofer IWU speziell für die Fusion von Multisensordaten entwickelt wurde.

Aussteller: Fraunhofer IWU, Chemnitz

Control 2012 IWU Thermographie
© Fraunhofer IWU

IWU Thermographie

Software zur Charakterisierung der Geometrie von Mikrostrukturen

Mit der Software MAVI lässt sich die Geometrie von Mikrostrukturen wie z. B. faserverstärkten Kunststoffen oder Schäumen bestimmen. Da die Eigenschaften von Materialien und Werkstoffen unter anderem durch ihre Mikrostrukturen bestimmt werden, unterstützen Informationen über die räumliche Geometrie und die Struktur-Eigenschafts-Beziehungen in Werkstoffen die Optimierung der Materialeigenschaften.

Aussteller: Fraunhofer ITWM, Kaiserslautern

Control 2012 ITWM Mavi
© Fraunhofer ITWM

ITWM Mavi

Prüfung im Materialinneren

Robotergeführte Induktions-Thermographie

Mit Hilfe der Wärmefluss-Thermographie können Risse und andere verborgene Fehler in Bauteilen in kurzer Prüfzeit nachgewiesen werden. Durch die Integration eines Roboters in den Prüfablauf können nun auch kompliziert geformte Objekte, z. B. aus dem Automobil- oder Zulieferbereich, vollständig aufgenommen und auf Fehlstellen geprüft werden. Dadurch werden automatisierte Prüfungen bis hin zur Serienprüfung von Massenteilen möglich.

Aussteller: Fraunhofer IZFP, Saarbrücken

Control 2012 IZFP Thermographie Roboter
© Fraunhofer IZFP

IZFP Thermographie Roboter

Hochfrequenzsysteme für Industrie und Landwirtschaft

Das System SAMMI (Stand Alone MilliMeter Wave Imager) arbeitet auf der Basis von Millimeterwellen und kann dadurch eine Vielzahl von Stoffen durchleuchten, die im optischen Bereich nicht transparent sind. Dabei werden nicht-metallische Verunreinigungen, Verklebungen oder Einschlüsse sichtbar gemacht und analysiert. Mögliche Einsatzbereiche von SAMMI sind neben dem Sicherheitsbereich vor allem die Qualitätssicherung oder Materialanalyse.

Aussteller: Fraunhofer FHR, Wachtberg

Control 2012 FHR Terahertz
© Fraunhofer FHR

FHR Terahertz

Terahertz-Imaging System

Mit dem neuen THz-time-domain-Imaging-System werden die 2-D-, 3-D- und frequenzselektive Bildgebung sowie spektroskopische Untersuchungen an unterschiedlichsten Proben ermöglicht. Die dafür entwickelte modular und flexibel aufgebaute graphische Softwareumgebung SaMT ist eine industrietaugliche Auswerte- und Analysesoftware für bestehende Terahertz-Systeme und basiert auf einem handelsüblichen Time-Domain-THz-Spektrometer. Die Software bietet die Möglichkeit, das gesamte Informationsspektrum der THz-Time-Domain Rohdatensätze zu verarbeiten, auszuwerten und darzustellen.

Aussteller: Fraunhofer FHR, Wachtberg

Absorption eines Blattes bei 430 GHz
© Fraunhofer FHR

FHR spektroskopische Untersuchungen

Prüfsystem zur Fehlerdetektion in 3-D-ausgedehnten transparenten Objekten

Beim Schmelzen und Verarbeiten transparenter Materialien entstehen Spannungen und Einschlüsse, die die Abbildungsqualität z. B. optischer Bauelemente und damit die Weiterverarbeitbarkeit der Artikel beinträchtigen. Herkömmliche Kamerasysteme erlauben aber nur die Inspektion flacher Objekte mit geringer Tiefenausdehnung. Mit dem System Purity L ist es nun möglich, Objekte mit Tiefenausdehnungen bis 300 mm im einfachen Durchlauf zu prüfen. Gefunden werden Fehler wie Blasen oder Einschlüsse, Haare oder Kratzer. Es können aber auch Spannungs-, Konzentrations- oder Dickenänderungen quantitativ erfasst werden.

Aussteller: Fraunhofer IOSB, Karlsruhe

Control 2012 IOSB Purity
© Fraunhofer IOSB

IOSB Purity

Optische, radioskopische und Inline-CT-Prüfung

Die 3-D-Röntgen-Computertomographie (CT) ermöglicht die komplette Erfassung eines Objekts mit all seinen innenliegenden Strukturen und die Bestimmung aller wesentlichen Fehlermerkmale. Diese Technologie ist bislang vor allem als zerstörungsfreies Prüfverfahren zur Untersuchung von Prototypen im Laborbereich etabliert. Nun ist erstmals auch der Einsatz der CT-Technologie zur Inline-Prüfung möglich: Mithilfe eines extrem robusten Detektors, der durch kurze Belichtungszeiten bis zu einer Millisekunde eine schnelle Datenaufnahme erlaubt, und neuartigen und hocheffizienten Algorithmen zur Kombination von Volumenberechnung und Bildauswertung wurde ein Inline-CT-System realisiert, mit dem ein Objekt mittels 3-D-CT innerhalb von 30 Sekunden vollautomatisch geprüft werden kann.

Aussteller: Fraunhofer IIS, Fürth

Control 2012 IIS Inline
© Fraunhofer IIS

IIS Inline

Strahlungsstabile Röntgendetektoren für industrielle Anwendungen

Für die Prüfsicherheit in der industriellen Röntgenprüfung ist eine hohe Bildqualität entscheidend, denn nur so können kleinste Fehlstellen sicher erkannt werden. Die Röntgenkamera XEye bietet diese höchste Bildqualität auch im Dauereinsatz bei bis zu 220 kV Röhrenspannung, z. B. bei der Schweißnahtprüfung. Ermöglicht wird dies durch die vollständige Abschirmung sämtlicher elektronischer Komponenten vor Röntgenstrahlung.

Aussteller: Fraunhofer IIS, Erlangen

XEye 4020, XEye2020, XEyeS
© Fraunhofer IIS

IIS Röntgenkamera XEye

Prozessregelung

Schnelle Prozessregelung: Inline-Nachführsystem zur exakten Bearbeitung von Objektkanten

Mit dem neuen Inline-Nachführsystem lassen sich bei Mehrschichtsystemen und Hightech-Materialien funktionale Objektkanten und -linien exakt erfassen. Das optische Messsystem liefert direkt im Fertigungsprozess Informationen, die eine Positioniergenauigkeit nachfolgender geometrischer Prozessschritte wie Kantenisolierung ermöglichen.

Aussteller: Fraunhofer IPM, Freiburg

Control 2012 IPM Inline Nachführsystem
© Fraunhofer IPM

IPM Inline Nachführsystem

Inline 3D-Messtechnik zur Qualitätsprüfung und Prozessregelung

Systeme zur optischen geometrischen Qualitätsprüfung arbeiten schnell, berührungslos und sind in den Fertigungsprozess integrierbar. Sie liefern direkte Informationen über Prozessabweichungen und ermöglichen damit eine unmittelbare Korrektur von Prozessparametern. Eine geringe Fehlerquote, hohe Produktqualität und Effizienz sowie die Schonung von Ressourcen in allen Bereichen werden so ermöglicht.

Aussteller: Fraunhofer IFF, Magdeburg

Control 2012 IFF Optoinspect
© Fraunhofer IFF

IFF Optoinspect

Optische 3D-Messtechnik

Inline 3D-Messtechnik zur Qualitätsprüfung und Prozessregelung

Systeme zur optischen geometrischen Qualitätsprüfung arbeiten schnell, berührungslos und sind in den Fertigungsprozess integrierbar. Sie liefern direkte Informationen über Prozessabweichungen und ermöglichen damit eine unmittelbare Korrektur von Prozessparametern. Eine geringe Fehlerquote, hohe Produktqualität und Effizienz sowie die Schonung von Ressourcen in allen Bereichen werden so ermöglicht.

Aussteller: Fraunhofer IFF, Magdeburg

Control 2012 IFF Optoinspect
© Fraunhofer IFF

IFF Optoinspect

Flexible modellbasierte optische Montagekontrolle und Vollständigkeitsprüfung

Steigende Variationsvielfalt, kurze Lebenszyklen und kleine Losgrößen setzen flexible Montageprozesse voraus, die häufig nur manuell oder teilautomatisiert realisierbar sind. Die am Fraunhofer IFF entwickelte Technologie ermöglicht eine flexible und robuste Montagekontrolle und Vollständigkeitsprüfung, mit der manuell montierte Baugruppen auf Vorhandensein, Vollständigkeit und Korrektheit der Einzelteile geprüft werden können. Grundbausteine der Technologie sind eine optische Erfassung der Bauteile mit Kamerabildern (2D) und 3D-Geometriedaten, eine Generierung synthetischer Kamerabilder und 3D-Geometriedaten anhand von CAD-Modellen aus der Konstruktion und ein darauf basierender Vergleich von Merkmalen in synthetischen und realen Messdaten.

Aussteller: Fraunhofer IFF, Magdeburg

Control 2012 IFF Assistenzsystem Vollständigkeitsprüfung
© Fraunhofer IFF

IFF Assistenzsystem Vollständigkeitsprüfung

Optische 3D-Vermessung hochdynamischer Szenen

Das Fraunhofer IOF hat ein neuartiges Messverfahren für die Hochgeschwindigkeits-3D-Messtechnik entwickelt, mit dem 30 voneinander unabhängige, flächenhafte 3D-Messungen pro Sekunde erzeugt werden können. Unter Verwendung von Hochgeschwindigkeitskameras sind damit 3D-Raten von bis zu 1.000 Datensätzen pro Sekunde realisierbar. Das Messverfahren ist damit insbesondere für die dreidimensionale Vermessung hochdynamischer Prozesse oder bewegter Objekte geeignet.

Aussteller: Fraunhofer IOF, Jena

Control 2012 Kolibri hochdynamsich
© Fraunhofer IOF

IOF 3D-Messtechnik

High-speed 3D-Messtechnik durch LED-basierte Multi-Apertur-Musterprojektion

Der neue High-Speed 3D-Sensor vom Fraunhofer IOF basiert auf einem neuartigen Multi-Apertur-Arrayprojektor, der die Projektion der Mustersequenzen für die 3D-Bildaufnahme durch das rein elektronische Schalten einer Vielzahl von einzelnen LED-Quellen ermöglicht. Dadurch können Streifenmuster und binäre Muster mit extrem schneller Folge generiert werden. Bei Verwendung von Hochgeschwindigkeitskameras werden Bildraten von 400 bis zu 1.000 Aufnahmen pro Sekunde erreicht.

Aussteller: Fraunhofer IOF, Jena

Schematische Anordnung des 3D-Sensorsystems mit Messobjekt
© Fraunhofer IOF

IOF Highspeed 3D-Sensor

Inspektion von Oberflächen

Online-Oberflächeninspektion mit MASClib und ToolIP

Das System MASC wird insbesondere zur automatischen Oberflächenprüfung von komplexen Bauteilen mit strukturierten, texturierten Oberflächen eingesetzt. Das System besteht aus einer Vielzahl von Bildverarbeitungsalgorithmen, die nun in der Softwarebibliothek MASClib zusammengefügt und standardisiert worden sind und mit der graphischen Benutzeroberfläche ToolIP einfach kombiniert und entsprechend parametrisiert werden können. MASC bietet somit eine schnelle und benutzerfreundliche Umgebung zur Erstellung anwendungsspezifischer Lösungen für die industrielle Bildverarbeitung.

Aussteller: Fraunhofer ITWM, Kaiserslautern

Control 2012 ITWM Oberflächeninspektion
© Fraunhofer ITWM

ITWM Oberflächeninspektion

Schnelle selbstadaptive Prüfung von strukturierten Oberflächen

Ein neu entwickeltes, selbstadaptives Prüfverfahren ermöglicht die Detektion von Unregelmäßigkeiten auch in unbekannten Oberflächen, ohne dass man sich dabei auf eine Sollstruktur beziehen muss. Zur Prüfung der Oberfläche wird ein Modell der dominierenden Oberflächenstruktur erzeugt und Fehler werden anhand lokaler Störungen der dominierenden Hintergrundstruktur identifiziert und markiert. Das Prüfverfahren eignet sich für verschiedenste Materialien (Textil, Metall, Holz, Schaumstoffe usw.) und unterschiedlichste Oberflächengeometrien.

Aussteller: Fraunhofer IPA, Stuttgart 

Control 2012 IPA Selbstadaptive Prüfung
© Fraunhofer IPA

IPA Selbstadaptive Prüfung

Deflektometrie zur Inspektion (teil-)spiegelnder Oberflächen

Mit deflektometrischen Verfahren können spiegelnde und teilspiegelnde Oberflächen reproduzierbar und objektiv untersucht werden. Dabei ist sowohl die schnelle Detektion von lokalen Defekten (z. B. Pickeln oder Dellen) als auch die geometrische Vermessung und 3-D-Modellgenerierung großer und komplex geformter Objekte möglich. Deflektometrische Messdaten lassen sich außerdem nutzen, um mittels Texturanalyse feine Strukturen wie z. B. Fasern in Verbundwerkstoffen oder überlackierte Schleifriefen zu erkennen und zu bewerten.

Aussteller: Fraunhofer IOSB, Karlsruhe

Control 2012 IOSB Deflektometrie
© Fraunhofer IOSB

IOSB Deflektometrie

Prüfmittelmanagement

Proben- und Prüfmittelmanagement im Rahmen eines akkreditierten Prüflabors

Bei der Durchführung zerstörungsfreier Prüfungen im akkreditierten Prüflabor müssen alle Abläufe und Zuständigkeiten genau festgelegt und dokumentiert werden. Das Fraunhofer IZFP hat daher zusammen mit der Firma SCIIL AG in Koblenz ein System zur Erfassung von Proben und Prüfmitteln (SEPP-System) entwickelt, mit dem die einzelnen Schritte einer zerstörungsfreien Prüfung wie Beschaffung, Aufnahme, Kennzeichnung, Überwachung, Ausleihe und Rückgabe von Prüfmitteln lückenlos dokumentiert werden können.

Aussteller: Fraunhofer IZFP, Saarbrücken;

Partnerfirma: SCIIL AG, Koblenz

Control 2012 IZFP Prüfmittelmanagement
© Fraunhofer IZFP

IZFP Prüfmittelmanagement

Wichtige Daten

Messe Control 2012  
Datum 8. bis 11. Mai 2012  
Ort Messe Stuttgart  
Stand Halle 1, 1502