10. Sonderschau Berührungslose Messtechnik zur Control 2014

Sonderschau 2014 Titelbild
© Alicona Imaging GmbH

Sonderschau 2014

Die Sonderschau findet mit Unterstützung der Fraunhofer-Allianz Vision und der P. E. Schall GmbH & Co. KG statt.

Datum: 6. bis 9. Mai 2014

Stand: Halle 1, Stand-Nr. 1602

Die Sonderschau »Berührungslose Messtechnik« im Rahmen der internationalen Leitmesse für Qualitätssicherung »Control« in Stuttgart, 6. bis 9. Mai 2014, feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum. Bereits zum zehnten Mal in Folge werden neueste Entwicklungen und zukunftsweisende Technologien aus dem Bereich der berührungslosen Mess- und Prüftechnik in diesem Format präsentiert. Die Sonderschau hat sich in den letzten Jahren als Marktplatz der Innovationen sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Messebesuchern etabliert und wird heuer auf 330 qm an zentraler Stelle in Halle 1 zu sehen sein.

Die Sonderschau, deren Konzept es ist, auf konzentrierter Fläche eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien zur berührungslosen und zerstörungsfreien Mess- und Prüftechnik vorzustellen, bietet Interessenten und potenziellen Anwendern zum einen eine erste Orientierungshilfe bei der Auswahl einer geeigneten Technologie zur Bewältigung eigener Prüfaufgaben. Denn die Performance und Flexibilität moderner Systeme wächst ständig. Immer größere Skalenbereiche werden abgedeckt und neue Anwendungsfelder erschlossen. Durch die rasante technische Entwicklung ist es für Anwender nicht einfach, sich am Markt zu orientieren und eine geeignete Auswahl im Hinblick auf den eigenen Bedarf zu treffen.

Neben dieser ersten Orientierungshilfe bieten die Aussteller am Sonderschau-Stand auch komplette berührungslose Mess- und Prüfsysteme an, an denen auch Besucher mit konkreten Aufgabenstellungen Lösungsmöglichkeiten vorfinden.

Einige Aussteller bieten zudem Live-Messungen am Messestand an. Die Besucher können so vor Ort mit eigenen Musterteilen die Möglichkeiten und Grenzen einer Technologie ausloten.

Folgende Themen werden präsentiert:

Fasergekoppeltes Terahertz-System für industrielle Anwendungen

Die Recendt GmbH aus Linz (Österreich) zeigt ein fasergekoppeltes Mess- und Analysesystem auf Basis der Terahertz-Technologie. Mit dem System können sowohl Spektroskopie- als auch Gesamtschichtdicken-Messungen durchgeführt werden. Durch den fasergekoppelten Ansatz können der Messkopf und das Messsystem über mehrere Meter hinweg räumlich voneinander getrennt werden. Dadurch eignet sich dieses System insbesondere für den industriellen Einsatz. Um die Leistungsfähigkeit moderner Terahertz-Systeme zu verdeutlichen, können Sonderschau-Besucher vor Ort auch selbst Messungen durchführen.

Aussteller: RECENDT Research Center for Non Destructive Testing GmbH, Linz (Österreich)

Terahertz Imaging Beispiel
© RECENDT GmbH; IPEC, JKU Linz

Fasergekoppeltes Terahertz-System für industrielle Anwendungen

Multispektrale Inspektionssysteme zur optischen Qualitätssicherung

Mit „EyeSpecMulti“ und „EyeSpecEmbedded“ präsentiert die EyeSpec GmbH aus Heide zwei spektral selektive Inspektionssysteme zur optischen Qualitätskontrolle. Im Gegensatz zur Erzeugung des multispektralen Merkmalsraums mittels spezieller Bildsensoren nutzen die Systeme die spektral optimierten Informationen aus vorab bestimmten, produktspezifischen Spektralcharakteristiken, um die Bilderfassungskomponenten für die entsprechenden Aufgaben zu optimieren. Während „EyeSpecMulti“ für eine flexible Auswertung der Messdaten konzipiert wurde, zeichnet sich „EyeSpecEmbedded“ durch die parallele Auswertung der multispektralen Daten aus und eignet sich dadurch insbesondere für HighSpeed-Anwendungen. Neben einem spektralen Messplatz wird ein online konfigurierbares optisches Inspektionssystem zur Verifizierung der spektralen Analysen präsentiert und eine Live-Vorführung anhand von Kundenproben durchgeführt.

Aussteller: EYESPEC GmbH, Heide

Bilderfassungssysteme Eyespec
© EYESPEC GmbH

Multispektrale Inspektionssysteme zur optischen Qualitätssicherung mit Eyespec

Multi-Camera-basiertes Tracking-System zur
Erfassung der Pose (6DOF) von Messsensoren

Das Institut i3mainz der Fachhochschule Mainz zeigt ein auf dem Verfahren des Multi-Camera Tracking (MCT) basierendes flexibles System zur präzisen Erfassung der Pose in 6 räumlichen Freiheitsgraden (DOF) eines Messsensors. Mithilfe der Posen-Information lassen sich mehrere Einzelmessungen eines bestimmten Sensors im Raum präzise in einem gemeinsamen räumlichen Kontext registrieren, die Messungen unterschiedlicher Sensoren präzise aufeinander beziehen oder es lässt sich ein Sensor an einer bestimmten Stelle im Raum positionieren, um die dort notwendigen Messungen zu erfassen. Allen diesen Aufgaben ist gemeinsam, dass ein Sensor mit hoher Präzision im Raum lokalisiert bzw. positioniert werden muss. Zu dieser Aufgabenstellung gibt es erprobte Lösungsansätze, bei denen allerdings oftmals Einschränkungen in Bezug auf Genauigkeit und Vielseitigkeit in Kauf genommen werden müssen. Die vorgestellte Lösung bietet demgegenüber Vorteile hinsichtlich Flexibilität, Skalierbarkeit und Genauigkeitspotenzial. Insbesondere bestehen keine Einschränkungen durch die Eigenschaften der beobachteten Oberfläche (Empfindlichkeit, Spiegelung, Transparenz). Ebenso wenig müssen die Messsensoren gemeinsame optische Merkmale aufweisen. Entsprechend werden auch keine Marker auf dem Objekt benötigt. Die Bestimmung der Pose erfolgt dabei über eine geeignete Zahl und Anordnung von verfolgenden Kameras und einem zu verfolgenden, kalibrierten Zielkopf als Referenzobjekt.

Aussteller: Fachhochschule Mainz, i3mainz

Kalibrierobjekt mit Sensor
© i3mainz, Metronom Automation GmbH

Multi-Camera-basiertes Tracking-System zur Erfassung der Pose von Messsensoren

Prozesskompensierte Resonanzprüfung zur Bewertung
der Schadenstärke und Funktionsrelevanz von Mängeln an
ausfallkritischen Bauteilen

Quasar Europe, vertreten von der Hesselmann & Köhler Prozessautomation GmbH aus Limburg, stellt das prozesskompensierte Resonanzprüfverfahren Quasar PCRT (Process Compensated Resonance Testing) vor und demonstriert die Verfahrensweise eines PCRT-Prüfsystems am Beispiel einer sicherheitsrelevanten Lenkungskomponente live am Messestand. Das vollautomatische und zerstörungsfreie Prüfverfahren detektiert sichtbare und unsichtbare Fehler an ausfallkritischen Bauteilen und bewertet die Stärke sowie die Funktionsrelevanz der Schädigung qualitativ und quantitativ. Der Test erfasst den Körperschall eines Prüflings, analysiert die Schwingungsresonanzen und vergleicht diese mit den Ergebnisdaten bekannter IO- und NIO-Teile. So werden einerseits z. B. oberflächennahe Mängel (Kratzer), die die Funktion des Werkstücks nicht beeinträchtigen, vernachlässigt, andererseits wird zwischen Pseudofehlern und echten Defekten unterschieden, so dass der Ausschuss voll funktionsfähiger Teile verringert wird. Das Prüfsystem wird komplett in vorhandene Produktionsprozesse integriert. Mögliche Einsatzbereiche sind vor allem die Automobil-, Luftfahrt- und Turbinenindustrie.

Aussteller: Quasar Europe c/o Hesselmann & Köhler Prozessautomation GmbH, Limburg

Prüfsensoren im Quasar PCRT
© Quasar Europe c/o Hesselmann & Köhler Prozessautomation GmbH

Prozesskompensierte Resonanzprüfung zur Bewertung der Schadenstärke und Funktionsrelevanz von Mängeln an ausfallkritischen Bauteilen

Bildverarbeitungssoftware mit graphischer Programmierung

Die Impuls Imaging GmbH aus Türkheim präsentiert mit der Software nVision ein System zur interaktiven und schnellen Programmierung von Bildverarbeitungsanwendungen. Mithilfe der Software kann der Nutzer ohne Kenntnis von Programmiersprachen visuell ein Bildverarbeitungssystem an die jeweilige Aufgabenstellung anpassen. Der Hauptvorteil der Software, mit der einfache Bausteine zu einem komplexen Gesamtablauf verbunden werden, ist die schnelle Entwicklung von industriellen Anwendungen zur Positionierung, Identifizierung, Prüfung und Vermessung von Teilen. Einsatzmöglichkeiten finden sich z. B. in der Oberflächeninspektion und Defektklassifikation, Vermessung und Prüfung auf Maßhaltigkeit, Monitoring von Verformungen, Lokalisierung und Qualitätskontrolle.

Aussteller: Impuls Imaging GmbH, Türkheim

Anwendung Partikelanalyse
© Impuls Imaging GmbH

Bildverarbeitungssoftware mit graphischer Programmierung

Mess- und Managementstation Optoluchs-QS zur
Kontrolle technischer Produkte in Drehereien

Mit der Mess- und Managementstation Optoluchs-QS stellt die RSB Optotechnik GmbH, Fürth, ein System vor, mit dem die Produktkontrolle in Fertigungswerkstätten, beispielsweise in Drehereien, mit mehreren Produktionsmaschinen programmgesteuert durchgeführt werden kann. Integriert in die Kontrollstation ist die visuelle Messtechnik und das automatische Qualitätsmanagement. Konzipiert wurde die Station ursprünglich für die Optoluchs-Videomessprojektoren. Jedoch ist mittlerweile auch die Anbindung von Videosensoren anderer Hersteller möglich und es steht bereits eine Schnittstelle für die Anbindung des Keyence-Videosensors TM3000 zur Verfügung.

Die neue Optoluchs-Kontrollstation bietet eine Komplettlösung für die Maßkontrolle an Dreh- und Stanzteilen an. Die Durchführung der Qualitätskontrolle in der Fertigung kann damit auf einfache Weise ohne hohen Schulungsaufwand direkt vom Werker durchgeführt werden.

Aussteller: RSB Optotechnik GmbH, Fürth

Videomessprojektor Optoluchs VMP
© RSB Optotechnik GmbH

Mess- und Managementstation Optoluchs-QS zur Kontrolle technischer Produkte in Drehereien

Konfokales Messsystem zur Kontrolle von
technischen Oberflächen

Die twip optical solutions GmbH aus Stuttgart stellt das 3D-Oberflächenmessgerät Consigno vor. Das System basiert auf dem konfokalen Messprinzip und eignet sich insbesondere zur Kontrolle von technischen Oberflächen (z. B. Rauheit, Kratzer) und zur Tiefenmessung. Durch den Einsatz einer rotierenden Mikrolinse wird eine flächenhafte Antastung des Prüflings möglich. Dadurch wird eine hohe Lichtausbeute erreicht, wodurch zuverlässige Messungen auch an stark absorbierenden oder schwach reflektierenden Objekten möglich sind. Durch eine neuartige, voll integrierte Scanmechanik wird ein großer Scanbereich über mehrere Millimeter realisiert. Dies ermöglicht einen breiten Einsatzbereich für unterschiedlichste Messaufgaben, wobei die Haupteinsatzgebiete in der Qualitätssicherung im produzierenden Gewerbe und im Laborbereich zu finden sind.

Aussteller: twip optical solutions GmbH, Stuttgart

Konfokales Messsystem twip
© twip optical solutions GmbH

Konfokales Messsystem zur Kontrolle von technischen Oberflächen

Möglichkeiten der Wärmefluss-Thermographie
für die Inline-Qualitätskontrolle

Die Profactor GmbH aus Wien (Österreich) stellt Möglichkeiten der Wärmefluss-Thermographie vor, mit deren Hilfe im Produktionsprozess Fehlstellen im Inneren von Bauteilen berührungslos und zerstörungsfrei detektiert werden können. Anhand von Thermovideos werden zeitlich und räumlich aufgelöste Daten gewonnen, aus denen Wissen über die Materialbeschaffenheit extrahiert wird. Um die geforderten Taktzeiten einzuhalten, werden diese Thermovideos in der Bewegung aufgenommen. In Kombination mit Methoden und Algorithmen aus Robotik und Bildverarbeitung wird eine für die Wärmefluss-Thermographie optimierte Pfadplanung ermöglicht. Dadurch können Risse allgemeiner Orientierung in Bauteilen mit komplexer Geometrie zuverlässig aufgespürt werden. Neben der Risskontrolle finden sich weitere Anwendungsmöglichkeiten in der Qualitätskontrolle von Fügeverbindungen, in der Dickenmessung und in der Bestimmung der Temperaturleitfähigkeit.

Aussteller: PROFACTOR GmbH, Wien (Österreich)

Ermüdungsriss Schlüssel
© Profactor GmbH

Wärmefluss-Thermographie eines Schlüssels

Random Pattern Projektor zur 3D-Bildverarbeitung

Die Laser 2000 GmbH aus Wessling stellt einen Random Pattern Projektor vor, mit dem eine zufällige Punktematrix mit bis zu 60.000 Punkten auf einen Prüfling projiziert wird. Dadurch erhält der Prüfling eine Struktur, die von einer oder mehreren Kameras aufgenommen werden kann. Das kohärente Licht des Lasers generiert eine scharfe Abbildung und hohe Schärfentiefe. Das intensive Laserlicht in Verbindung mit engen Bandpassfiltern ermöglicht die Verwendung der Technologie auch in lichttechnisch problematischen Umgebungen. Mit einem speziellen Softwarealgorithmus wird aus dem aufgenommenen 2D-Punktbild eine räumliche 3D-Szene erstellt. Der Projektor eignet sich besonders für die Stereobildverarbeitung und kann in Branchen wie Robotik, Logistik, Automatisierung, Messtechnik und Healthcare eingesetzt werden.

Aussteller: Laser 2000 GmbH, Wessling

Random Pättern Projektor
© Laser 2000 GmbH

Random Pattern Projektor zur 3D-Bildverarbeitung

System zur Werkzeugdatenberechnung und -kalibrierung
in bis zu 6 Dimensionen

Die LEONI Protec Cable Systems GmbH aus Hannover stellt mit advintec TCP ein System zur Sicherstellung der fortwährenden korrekten Arbeitsposition von Roboterwerkzeugen vor. Mittels Infrarotsensoren wird das Werkzeug mit einer Genauigkeit von 0,02 mm und einer Messzeit von 2 Sekunden elektronisch in bis zu sechs Dimensionen (drei translatorische und drei rotatorische) im laufenden Produktionsprozess vermessen. Das Messsystem arbeitet eigenständig und kann herstellerunabhängig mit verschiedenen Robotersteuerungen gekoppelt werden. Bei einer Abweichung werden die Korrekturwerte an die Robotersteuerung übermittelt, so dass die Roboterbahn automatisch korrigiert und das Werkzeug im laufenden Produktionsprozess wieder in die korrekte Position gebracht wird. Anwendungsfelder sind Lichtbogen-, Bolzen-, Punkt-, Laser- und WIG-Schweißen, Kleben, Fräsen, Greiferkalibrierung, Kalibrierung von Halterungen sowie Power Train- und Hochpräzisions-Anwendungen.

Aussteller: Leoni Protec Cable Systems GmbH, Hannover

Werkzeugberechnung Fräsen
© LEONI Protec Cable Systems GmbH

System zur Werkzeugdatenberechnung und -kalibrierung in bis zu 6 Dimensionen

Berührungsloses Schichtdickenmessgerät

Das System CoatMaster der Winterthur Instruments AG aus Winterthur (Schweiz) misst die Schichtdicke von nassen, klebrigen, pulverförmigen und festen Beschichtungen mit einer Dicke von 1 μm bis 1 mm berührungslos und zerstörungsfrei unmittelbar nach dem Auftragen.

Unabhängig von der Farbe der Beschichtung oder der Form und des Materials des Untergrunds liefert das System genaue Prüfergebnisse. Das Messgerät arbeitet nach dem Prinzip der thermischen Schichtprüfung und wird vor allem zur Qualitätskontrolle eingesetzt. Die Wiederholgenauigkeit ist je nach Beschichtungsmaterial und Substrat besser 1 Prozent und die Messdauer beträgt typischerweise weniger als 200 ms.

Aussteller: Winterthur Instruments AG, Winterthur (Schweiz);
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Winterthur (Schweiz)

Gerät zur berührungslosen Schichtdickenmessung
© Winterthur Instruments AG

Berührungsloses Schichtdickenmessgerät

Bildverarbeitungstechnologien für die
Qualitätskontrolle von Bahnware

Die Stemmer Imaging GmbH aus Puchheim stellt ein System zur berührungslosen und zerstörungsfreien Prüfung von flachen oder nahezu flachen Oberflächen und Objekten vor. Das System arbeitet mit einer neuen Generation von Contact Image Sensoren (CIS) der Firma Mitsubishi Electric und stellt für bestimmte Anwendungen eine praktikable und kosteneffektive Alternative zu Prüfsystemen mit Zeilenkameras dar. Contact Imaging Sensoren kombinieren Merkmale wie hohe Datenraten, hohe Empfindlichkeit und Auflösung sowie eine sehr gute Farbwiedergabe mit der Tatsache, dass sie ohne großen Aufwand in Bezug auf das Setup oder die Kamerakalibrierung eingesetzt werden können. Durch die Verwendung eines trilinearen CMOS-Farbsensors und einer integrierten weißen LED-Beleuchtung können Bahnwaren mit einer Auflösung von 600 dpi in Farbe gescannt werden. Mögliche Einsatzbereiche finden sich in der Druckinspektion, bei der Fehlerprüfung von Textilien, Folien und anderen Bahnwaren, bei der Überprüfung von Leiterplatten, Wafern oder Solarpanels und bei der Inspektion von Glas und Metall.

Aussteller: Stemmer Imaging GmbH, Puchheim

Mitsubishi CIS KD-Series
© Stemmer Imaging GmbH

Bildverarbeitungstechnologien für die Qualitätskontrolle von Bahnware

Verfahren zur schnellen 3D-Vermessung von Objekten

Die in-situ GmbH aus Sauerlach bei München stellt Verfahren zur schnellen 3D-Vermessung von Objekten vor. Mit dem Sensor Janus können Oberflächenstrukturen in der Größe von wenigen Mikrometern bis zu einigen Millimetern erfasst werden. Ein Beispiel hierfür ist die Detektion von Lackpickeln. Beim Verfahren CarScan erfolgt die Objektvermessung mit vier zueinander kalibrierten, lineargeführten Time-of-Flight-Sensoren. Auf diese Weise kann beispielsweise die gesamte Oberfläche eines Kraftfahrzeugs komplett dreidimensional erfasst werden. Für die Vermessung großer Objekte in einigen Metern Entfernung kann die Stereokamera Panum eingesetzt werden.

Aussteller: in-situ GmbH, Sauerlach

Janus Lackpickel-Detektion
© in-situ GmbH

Janus Lackpickel-Detektion zur schnellen 3D-Vermessung von Objekten

Optischer Messautomat zur Werkerselbstprüfung von
Geometriemerkmalen rotationssymmetrischer Bauteile

Der optische Messautomat des Instituts für Umformtechnik der mittelständischen Wirtschaft GmbH aus Lüdenscheid ist zur Messung von Maß-, Form- und Lagetoleranzen an rotationssymmetrischen Bauteilen geeignet. Er arbeitet auf der Basis des Schattenbildverfahrens mit bis zu drei Matrix-Kameras. Der für den Einsatz im Fertigungsbereich konzipierte Messautomat ist sowohl für die Erstbemusterung als auch die fertigungsbegleitende Stichprobenprüfung (Werkerselbstprüfung) einsetzbar.

Aussteller: Institut für Umformtechnik IFU GmbH, Lüdenscheid

Gewindemessung Messkammer + Monitor
© Institut für Umformtechnik GmbH

Optischer Messautomat zur Werkerselbstprüfung von Geometriemerkmalen rotationssymmetrischer Bauteile

Mobiler 3D-Terahertz-Scanner für die zerstörungsfreie
Prüfung von Kunststoff und Keramik

Die Becker Photonik GmbH aus Porta Westfalica zeigt mit dem System SynViewCompact einen mobilen 3D-Terahertz-Scanner für die zerstörungsfreie Prüfung von Kunststoff und Keramik. Der Scanner erzeugt die für den Menschen unbedenkliche Terahertz-Strahlung vollelektronisch ohne den Einsatz eines Lasers. Abhängig von der Frequenz und dem untersuchten Material sind bis zu 100 mm Eindringtiefe möglich. Das System ist durch seine kompakte Bauweise transportabel und mobil und kann durch seine höhenverstellbaren Saugfüße auch an vertikalen Flächen zum Einsatz kommen. Die Einsatzgebiete der Terahertz-Technik liegen generell bei der Prüfung von dielektrischen Materialien. Insbesondere bei Schäumen oder Sandwichbauteilen steht mit der Terahertz-Technik ein zum Ultraschall oder zur Thermographie alternatives Prüfverfahren zur Verfügung.

Aussteller: Becker Photonik GmbH, Porta Westfalica

3D-Terahertz-Scanner SynViewCompact
© Becker Photonik GmbH

Mobiler 3D-Terahertz-Scanner für die zerstörungsfreie Prüfung von Kunststoff und Keramik

Bildverarbeitung mit graphischer Software-Entwicklungsumgebung
auf Embedded Plattformen

Die Rauscher GmbH aus Olching zeigt zwei interaktiv konfigurierte Bildverarbeitungs-Anwendungen auf zwei unterschiedlichen Embedded Systemen: einer IP67 geschützten Smart Camera und einem kompakten, lüfterlosen Embedded PC mit Intel Core i7 CPU, der speziell für raue Produktionsumgebungen entwickelt wurde. Mithilfe des vorgestellten Design-Assistenten können Bildverarbeitungsanwendungen ganz ohne Programmierung entwickelt werden – unabhängig vom Kamera-Hersteller und vom verwendeten PC. Diese Anwendungsentwicklung ist flussdiagramm-basiert und erlaubt es, auch komplexe Abläufe leicht verständlich und visuell zu entwickeln.

Aussteller: Rauscher GmbH, Olching

Matrox 4Sight GPm
© Rauscher GmbH

Bildverarbeitung mit graphischer Software-Entwicklungsumgebung auf Embedded Plattformen

System zur berührungslosen Schichtdickenmessung

Die OptiSense GmbH & Co. KG aus Haltern am See zeigt mit PaintChecker automation ein Messsystem zur berührungslosen und zerstörungsfreien Prüfung von Beschichtungen nach DIN EN 15042-2. Ausgestattet ist das System mit einer neuen Technologie, die, laut Herstellerangaben, Mensch, Maschine und Umwelt vor der eingesetzten Laserstrahlung schützt, so dass das System direkt und ohne jegliche Einschränkungen in fast sämtlichen Einsatzbereichen verwendet werden kann. Das System erlaubt die Schichtdicken-Bestimmung unterschiedlichster Beschichtungen sowohl im nassen und nicht eingebrannten als auch im getrockneten und eingebrannten Zustand auf verschiedenen Trägerschichten wie z. B. Metall, Gummi, Holz, Glas, Keramik und Kunststoff. Neue Algorithmen erlauben neben der Messung dickerer Schichten nun auch die Messung sehr dünner Schichten im Bereich weniger Mikrometer, sofern die Materialien unterschiedliche thermische Eigenschaften aufweisen.

Aussteller: OptiSense GmbH & Co. KG, Haltern am See

Schichtdickenmessung PaintChecker
© OptiSense GmbH & Co. KG

System zur berührungslosen Schichtdickenmessung

Aus- und Weiterbildung im Bereich Bildverarbeitung und
optische Messtechnik

Die zerstörungsfreie Prüfung mit Bildverarbeitung wird heute über alle Stufen der industriellen Wertschöpfung erfolgreich eingesetzt. Das Spektrum relevanter Technologien und die Leistungsfähigkeit moderner Systeme wachsen rasant und eröffnen immer neue Anwendungsfelder. Für den potenziellen Anwender ist es daher oft nicht leicht zu entscheiden, ob eine der neuen Techniken für eigene Anwendungen geeignet ist, zumal ein Bildverarbeitungssystem für die meisten Anwendungen nach wie vor kein Produkt von der Stange darstellt. Die Aus- und Weiterbildungsangebote der Fraunhofer-Allianz Vision bieten hierfür eine Entscheidungshilfe an.

Aussteller: Fraunhofer-Allianz Vision, Fürth

Aufnahme vom Technologietag 2012
© Fraunhofer-Allianz Vision

Aus- und Weiterbildung im Bereich Bildverarbeitung und optische Messtechnik