Fraunhofer IIS

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS mit dem Hauptsitz in Erlangen ist eine anwendungsorientierte Forschungseinrichtung für mikroelektronische und informationstechnische Systemlösungen und Dienstleistungen. Das Fraunhofer IIS wurde 1985 gegründet und ist heute das größte Fraunhofer-Institut in der Fraunhofer-Gesellschaft. Mit der maßgeblichen Beteiligung an der Entwicklung der Audiocodierverfahren mp3 und MPEG AAC ist das Fraunhofer IIS weltweit bekannt geworden. Zu den Haupttätigkeitsfeldern gehören die Bereiche: Audio & Multimedia, Bildsysteme, Energiemanagement, IC-Design und Entwurfsautomatisierung, Kommunikation, Lokalisierung, Medizintechnik, Sensorsysteme, Sicherheitstechnik, Versorgungsketten, Zerstörungsfreie Prüfung. In der Fraunhofer-Allianz Vision ist das Fraunhofer IIS mit den Abteilungen „Bildsensorik“ sowie „Bildverarbeitung und Medizintechnik“ vertreten.

 

Bildsensorik

Zur Kernkompetenz der Abteilung „Bildsensorik“ zählt die Entwicklung von Point-of-View Kameras. Die kompakten Kleinstkameras eignen sich besonders für die Stereo-3D-Aufnahme und werden hier in TV- und Filmproduktionen eingesetzt. Darüberhinaus entwickelt die Abteilung Kameraplattformen mit geringen Verzögerungszeiten bei der Bildübertragung und eingebetteten Verarbeitungs- und Analyseschritte. Die Entwicklung von Polarisationskameras und Spezialkameras für medizinische und sicherheitstechnische Anwendungen ergänzen die Arbeitsschwerpunkte. Im Themengebiet „Intelligente Systeme“ entwickelt die Abteilung „Bildsensorik“ Lösungen für Objekt- und Personenerkennung, die dank Genauigkeit und Echtzeitfähigkeit Anwendung in Wissenschaft, Medien, Industrie und Medizin finden.

 

Arbeitsschwerpunkte

Kameratechnik

  • Spezialkamera POLKA zum Messen und Analysieren von polarisiertem Licht

Bild- und Signalverarbeitung

  • Echtzeitfähige Bildverarbeitungsplattform VEMPIRE® mit Multicore-DSP und FPGA
  • Digitale Kameraplattform ENDOCAM für endoskopische Anwendungen

Bildanalyse

  • Shore - Verfahren zur automatischen Detektion und Analyse von Objekten

 

Bildverarbeitung und Medizintechnik

Zu den Kernkompetenzen der Abteilung „Bildverarbeitung und Medizintechnik“ zählen Entwicklungen in den Bereichen medizinische Bildverarbeitung, computer-assistierte Diagnoseunterstützung, Vitalsensorik, Biosignalverarbeitung, medizinische Kommunikation, Studien und Anwendungen sowie Risiko- und Qualitätsmanagement. Im Bereich der medizinischen Bildverarbeitung stehen die Entwicklung von Systemen und Verfahren für die automatisiert Analyse von Bildern im Vordergrund. Dieses Geschäftsfeld gliedert sich in folgende Arbeitsbereiche.

 

Arbeitsschwerpunkte

Endoskopie

Entwicklung von Komponenten für alle Teilgebiete der digitalen Endoskopie.

  • Spezielle Sensoren
  • Endoskopische Kamerasysteme und -plattformen
  • Systeme für die Navigation, Lokalisation und Orientierung
  • Drahtlose und drahtgebundene Übertragung
  • Bildverbesserung und Augmentierung
  • Computer-Assistierte Diagnose und Detektion
  • Bildgestützte Intervention
  • Benutzerschnittstellen
  • Ausbildungs- und Trainingssysteme

Mikroskopie

Entwicklung von Komponenten, Systemen und Dienstleistungen für die Bereiche

  • Mikroskopie- und Slide-Scanning-Systeme
  • Slide-Scanning und Bildauswertung
  • Digitale Pathologie und In-vitro Diagnostik
  • Hellfeld- und Fluoreszenzmikroskopie
  • Qualifikation und Training

Radiologie

Entwicklung von Systemen und Verfahren für die computerassistierte Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Herdbefunden sowie gruppierten Mikroverkalkungen in digitalen Mammographien und Digitalen- Brust-Tomo-Synthesedaten sowie für die Operationsplanung von Cochlea Implantationen. Ziel dieser Systeme ist es, Radiologen in ihrer Entscheidung für das weitere Patientenmanagement und Operationsplanung zu unterstützen.

  • Computer Assistierte Diagnose für die Mammographie
  • Cochlea Implant Planung