Stereobildverarbeitung und Triangulation

Leitfaden zur optischen 3D-Messtechnik (Fraunhofer Vision Leitfaden-Reihe Band 14)

Beitrag 4: Stereobildverarbeitung / Triangulation

Autoren: Dirk Berndt und Christian Teutsch, Fraunhofer IFF

Stereobildverarbeitung und Triangulation
© Fraunhofer IFF
Stereobildverarbeitung und Triangulation

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Das Messprinzip der Triangulation (lat. triangulum = Dreieck) beruht auf der eindeutigen Bestimmung eines Dreiecks durch die Ermittlung zweier Dreieckswinkel unter Kenntnis der Länge der von ihnen eingeschlossenen Dreiecksseite. In der technischen Ausführung unterscheidet man zwischen passiver und aktiver Triangulation.

Als Ausgangsbasis der Triangulationsverfahren wird die passive Triangulation bereits seit vielen Jahrzehnten in der Landvermessung und Navigation eingesetzt. Die Entfernung zu einem Objektpunkt wird gemessen, indem dieser Objektpunkt aus mindestens zwei verschiedenen Perspektiven (Winkeln) betrachtet wird. Die Signalisierung des Objektpunkts erfolgt entweder durch seine natürlichen Merkmale (Texturen, Eckpunkte, Körperkanten, o. Ä.) oder durch photogrammetrische Zielmarken (Kreuze, Kreise, o. Ä.).

Bei der aktiven Triangulation hingegen werden die zu vermessenden Objektpunkte durch punktförmig, linienförmig oder flächenhaft abstrahlende Beleuchtungen signalisiert, wobei die Beleuchtungsquelle selbst ein messendes Element nach dem Triangulationsprinzip sein kann.

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