Produktionsmonitoring

Im Rahmen einer intelligenten Produktion im Kontext von Industrie 4.0 kommt Konzepten zum »Produktionsmonitoring« eine bedeutende Rolle zu. Unverzichtbar als Informationsgeber in diesem Zusammenhang sind Systeme zur optischen Mess- und Prüftechnik und industriellen Bildverarbeitung. Gewissermaßen als die sensorischen Sinnesorgane einer durchgängig vernetzten Produktion stellen sie über alle Wertschöpfungsstufen nahezu in Echtzeit massenhaft Material-, Produkt- und Prozessdaten zur Verfügung. Durch Monitoring entlang des Produktlebenszyklus werden so wichtige Regelgrößen gewonnen, um Herstellungsprozesse zu optimieren, Abläufe effektiv und verschwendungsarm zu gestalten und Umweltbeeinträchtigungen zu reduzieren.

Die Entwicklungen der Fraunhofer Vision-Institute liefern auf mehrfache Weise einen Beitrag:

  • Der fertigungsnahe Einsatz berührungsloser Mess- und Prüftechnik erlaubt Qualitätsabweichungen bereits bei ihrer Entstehung zu erkennen und so auf Veränderungen rechtzeitig zu reagieren. Auf diese Weise lassen sich Produkt- und Prozessqualität steigern und  Herstellkosten kontinuierlich senken.
  • Daneben übernehmen Bildverarbeitungssysteme zunehmend prozesssteuernde Aufgaben und dienen mit vielen einzelnen Abfragen je Produktionsschritt der Beherrschung, Transparenz und Absicherung von Fertigungstechnologien. Die Überwachung aller qualitätsbestimmenden Schritte entlang des Lebenszyklus von Produkten wird so möglich.
  • Mithilfe neuartiger Multisensor-Technologien können komplexe Mess- und Prüfaufgaben technisch robuster, schneller und einfacher gelöst werden. Der Spektralbereich der bildgebenden Sensoren wird dabei immer größer und die Kombination unterschiedlicher Sensortypen vielfältiger.