Induktiv angeregte Thermographie zur Oberflächenrissprüfung von Metallen

Handbuch zur industriellen Bildverarbeitung
(Fraunhofer Vision Leitfaden-Reihe Band 17)

Beitrag 4.17: Induktiv angeregte Thermographie zur Oberflächenrissprüfung von Metallen

Autoren: Udo Netzelmann, Michael Finckbohner, Andreas Ehlen, Sergey Lugin, Fraunhofer IZFP

Thermographiebilder eines Oberflächenfehlers
© Fraunhofer IZFP

Während der Zugfahrt aufgenommene Thermographiebilder eines Oberflächenfehlers

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Die induktiv angeregte Thermographie verwendet elektromagnetische Pulse, um Wirbelströme in elektrisch leitfähigen Werkstoffen anzuregen. Die Wirbelströme erzeugen durch Joule'sche Verluste Wärme. Oberflächenrisse oder verdeckte Risse in der Nähe der Oberfläche rufen lokale Änderungen der elektrischen Stromdichte hervor, die in den Thermographiebildern sichtbar werden.

Ein Hochfrequenzgenerator sendet einen Burstpuls in einen Induktor. Die Burstlänge ist typisch zwischen 50 und 500 ms, die Induktionsfrequenz zwischen 15 kHz und 300 kHz. Die Infrarotkamera zeichnet dabei Bildsequenzen des Prüfbereichs während und nach der Anregung auf.

Als Induktoren können je nach Anwendung unterschiedliche Bauformen verwendet werden. Dazu gehören Ringspulen, Linearspulen, Magnetjochspulen oder Helmholtzspulen. Die Aufgabe ist immer, einen möglichst hohen Stromfluss im Inspektionsbereich zu erzeugen und dabei mit der Infrarotkamera den Blick auf die Oberfläche zu ermöglichen.

 

Den vollständigen Beitrag können Sie im »Handbuch zur industriellen Bildverarbeitung« (Leitfaden 17) nachlesen.