Optische Kohärenztomographie

Leitfaden zur Bildverarbeitung in der zerstörungsfreien Prüfung
(Fraunhofer Vision Leitfaden-Reihe Band 18)

Beitrag 6: Optische Kohärenztomographie

Autor: Niels König, Fraunhofer IPT

Abbildung mehrerer OCT-Bilder. Oben links: 3D-Messung einer steilen Flanke (Turbinenschaufel) zur Demonstration der hohen Sensitivität. Oben rechts: OCT-Schnittbild einer Fingerkuppe. Unten links: 3D-Messung einer Rolle mit transparentem Klebeband. Unten rechts: OCT-Schnittbild einer ca. 300 µm dicken Mehrfachfolie
© Fraunhofer IPT

Abbildung mehrerer OCT-Bilder.

Für die Messung von transparenten oder semitransparenten Materialien ist die optische Kohärenztomographie (OCT) eine leistungsfähige Alternative zu etablierten tomographisch messenden Verfahren, wie z. B. der industriellen Röntgen-Computertomographie. Die OCT ist als bildgebendes Verfahren in der biomedizinischen Diagnostik bekannt. Mit ihr werden nicht-invasiv tomographische Tiefeninformationen aus transparenten oder semitransparenten Materialien gewonnen. Sie ist mit der Ultraschallbildgebung vergleichbar, kommt jedoch ohne Koppelmedien aus und verfügt über eine bis zu 10mal höhere Auflösung. Die OCT schließt damit eine Lücke zwischen Technologien mit hoher Eindringtiefe aber geringer Auflösung und Technologien mit hoher Auflösung aber geringer Eindringtiefe. Neben biologischem Gewebe eignet sich die OCT insbesondere für Kunststoffe jeder Art. Durch die Verwendung von nahinfrarotem Licht kann je nach Material eine Eindringtiefe von mehreren Millimetern bei einer Auflösung im einstelligen Mikrometerbereich erzielt werden. Somit lassen sich auch kleinste Defekte im Materialinneren sicher detektieren. Strukturen in einer Tiefe von einigen Millimetern können mit einer Auflösung von 1 bis 15 μm gemessen und tomographisch dargestellt werden.

 

Den vollständigen Beitrag können Sie im »Leitfaden zur Bildverarbeitung in der zerstörungsfreien Prüfung« nachlesen.

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