Control 2020

Themenschwerpunkt: Machine Learning als Schlüsseltechnologie für die Qualitätssicherung mit Bildverarbeitung

Bildverarbeitung und berührungslose Mess- und Prüftechnik werden heute über alle Stufen der industriellen Wertschöpfung erfolgreich für die Qualitätssicherung eingesetzt. Maschinelles Lernen als leistungsstarkes Werkzeug leitet nun eine neue Ära für die Bildverarbeitung ein. Lösungen für maschinelles Sehen werden künftig in viele neue Anwendungsbereiche vorstoßen, wo sie bisher zu teuer, zu langsam oder zu unflexibel waren.

Denn Mess- und Prüfsysteme von morgen werden nicht mehr auf feste Arbeitsschritte oder Aufgaben ausgelegt sein, sondern sich an unterschiedlichste Randbedingungen, wie Prüfinhalte, Fehlerklassen oder Gestalt der Prüfobjekte frei anpassen lassen. Besser noch: Sie haben von vorneherein die notwendige Intelligenz bereits implementiert, um die Anpassungen selbst vornehmen zu können. Sie verfügen damit über die Fähigkeit zur Selbstkonfiguration und arbeiten autonom und selbstlernend, ohne dass jede Anwendungsvariante fallspezifisch vorgegeben werden muss. Vor diesem Hintergrund gewinnen kleine, integrierte Systeme an Bedeutung, die direkt aus der Maschine oder dem Prozess heraus intelligent agieren und die sensornahe Verarbeitung der relevanten Daten und deren produktionsübergreifende Verknüpfung eigenständig erledigen.

  • Für eine automatische Kontrolle, die zunehmend auf intelligenter Bildverarbeitung basiert, sprechen neben wirtschaftlichen Überlegungen insbesondere die gewonnene Objektivität sowie die hohe Reproduzierbarkeit und Verfügbarkeit im Vergleich zur manuellen Prüfung.
  • Gerade für hochvariante Aufgaben und bei schwierigen Entscheidungslagen werden zunehmend assistierende Prüfsysteme eingesetzt, die über ihre Eigenintelligenz den menschlichen Bediener kontextsensitiv unterstützen.
  • Die durch Machine Learning verbesserte prädiktive Wartung eröffnet neue Möglichkeiten zur besseren Vorhersage und Vermeidung von Maschinenausfällen, beispielsweise indem neue Zusammenhänge in komplexen Daten erkannt und Prognosen für deren Entwicklung gezogen werden.

Interaktion für Besucher am Fraunhofer Vision-Stand!

 

Air-Hockey

  • Demonstration akustischer Verfahren für die industrielle Qualitätssicherung mittels KI.
  • Die Pucks bestehen aus unterschiedlichen Materialien, die beim Auftreffen auf die Bande charakteristische akustische Signale abgeben, anhand derer das Material, aus dem sie gefertigt sind, zuverlässig bestimmt werden kann.
  • Akustische Prüfverfahren eignen sich z.B. zur Erkennung von Fehlern im Material oder zur Inline-Überwachung von Schweißprozessen.
 

5G für ML

  • An einem Touch-Tisch lernen Sie Szenarien für den Einsatz von 5G als Enabler für Machine Learning-Anwendungen des Aachener 5G-Industry Campus Europe kennen.
  • 5G-Vorteile: geringe Latenzzeiten, hohe Datenübertragungsraten, viele Teilnehmer.
  • Anwendungsbeispiele Schwingungssensor auf einem Fertigungsteil zur intelligenten Anomaliedetektion und Überwachung von Werkzeugverschleiß im Bohrprozess.

 

Track & Trace mobil

  • Bedienen Sie selbst »Track & Trace mobil« und verfolgen so den Weg eines Werkzeugs im Betrieb.
  • Mit dem System können Massenbauteile durch die Identifikation ihrer jeweils individuellen Oberflächenstruktur rückverfolgt werden.
  • So können Produktionsbedingungen in der gesamten Produktionshalle kontrolliert werden.
 

Münzerkennung

  • Werfen Sie eine Münze und durch den Klang wird ihr Wert erkannt.
  • Für die Qualitätskontrolle lassen sich spezifische Geräuschmuster defekter Komponenten oder kritischer Betriebsprozesse heranziehen.
  • Einsatzmöglichkeiten für die akustische Qualitätskontrolle finden sich bei der Prüfung von Zahnrädern, Eisenbahnrädern, Magnetventilen u.v.m.
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Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz

Intelligente Qualitätssicherung durch KI-gestützte Analyse akustischer Signale

Im Rahmen von Industrie 4.0 entstehen immer vielfältigere Prüfaufgaben, bei denen immer größere Datenmengen anfallen, die oft nicht leicht zu interpretieren sind. Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Lage, diesen Messwerten eine Bedeutung zuzuordnen und die Gesamtsituation abzuschätzen. Das Fraunhofer IKTS, Dresden, stellt bei der Control 2020 exemplarisch für diesen Themenkomplex das Verfahren der akustischen Diagnose vor, mit dem Fehler in Fertigungs- und Betriebsprozessen detektiert werden können. Denn defekte Komponenten sowie kritische Anlagen- und Betriebsprozesse weisen spezielle Geräuschmuster auf, die zur Qualitätssicherung herangezogen werden. Demonstriert wird die Technologie am Beispiel von Münzen, die allein durch akustische Signale in ihrem Wert unterschieden werden können.

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Aussteller: Fraunhofer IKTS, Dresden

Münzerkennung KI System
© Fraunhofer IKTS
Der Demonstrator erkennt den Wert von Euro-Münzen anhand des Geräuschs beim Münzeinwurf. Im Vorfeld wurde das KI System dafür mit Geräuschen verschiedener Münzen trainiert

5G-Industry Campus Europe: Infrastruktur als Enabler für Machine-Learning-Anwendungen in der Produktion

Das Fraunhofer IPT stellt den Aachener 5G-Industry Campus Europe vor, der als erster Standort in Europa mit einem flächendeckenden 5G-Netz ausgestattet sein wird, um die Möglichkeiten des Einsatzes von 5G in der Produktion zu erforschen und zu demonstrieren.  An einem Touch-Tisch werden sieben unterschiedliche Anwendungsfälle zu sehen sein, die sich jeweils mit unterschiedlichen 5G-Merkmalen befassen und an denen sich die Besucher interaktiv einen Eindruck von möglichen 5G-Szenarien verschaffen können. Darüber hinaus werden in Form von Tisch-Demonstratoren zwei Anwendungsfälle aus dem Bereich der industriellen Prozessüberwachung und -regelung präsentiert: zum einen die Anwendung eines Schwingungssensors auf einem Fertigungsteil zur intelligenten Anomaliedetektion, zum anderen ein AE-Sensor (Acoustic Emission-Sensor) zur Überwachung von Werkzeugverschleiß in einem Bohrprozess. Für die Anwendungsfälle wird im Rahmen von Fraunhofer-Projekten zurzeit eine flexible Sensor-Cloud-Kommunikationsstruktur entwickelt, welche das Potenzial für die Entwicklung von komplexen Machine-Learning-Anwendungen für die Qualitätssicherung maßgeblich steigern wird.

Aussteller: Fraunhofer IPT, Aachen

© Fraunhofer IPT
Industrieller 5G-Forschungscampus

Air-Hockey-Tisch zur Demonstration der akustischen Qualitätssicherung

Das Fraunhofer IDMT, Ilmenau, stellt bei der Control 2020 ein neues Verfahren zur akustischen Qualitätskontrolle basierend auf Schallanalysen und künstlicher Intelligenz vor, welches dort verlässliche Zustandsinformationen liefert, wo optische Verfahren an ihre Grenzen stoßen. Diese können durch den Einsatz akustischer Verfahren z.B. bei der Erkennung von Materialdefekten ergänzend unterstützt werden. Die Besucherinnen und Besucher können sich spielerisch einen »akustischen« Eindruck über die automatische Erkennung verschiedener Materialien verschaffen. Am Messestand steht dafür ein Air-Hockey Tisch bereit, an welchem Pucks zum Einsatz kommen, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen und anhand der auftretenden Spielgeräusche zuverlässig voneinander unterschieden werden können.

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Aussteller: Fraunhofer IDMT, Ilmenau

Unterschiedliches Material der Pucks erzeugt verschiedene Geräusche.
© Fraunhofer IDMT
Aus unterschiedlichen Materialien gefertigte Pucks klingen hörbar unterschiedlich.

Oberflächeninspektion

Automatisierte Ansichtenplanung für die komplexe Oberflächeninspektion

Das Fraunhofer ITWM stellt ein robotergestütztes Oberflächeninspektionssystem zur vollständigen Prüfung industrieller Bauteile vor. Der Fokus liegt dabei auf der objektiven und vollständigen Erfassung und Bewertung der Oberfläche. Das Besondere des Systems: es verfügt über mehrere Schnittstellen für die Bildaufnahme, untersucht das Bauteil und leistet den Abgleich mit dem CAD-Modell sowie die Visualisierung dieses CAD-Modells; darüber hinaus beinhaltet es die Algorithmen zur automatischen Berechnung von Ansichtspunkten. Die Visualisierung des CAD-Modells wird je nach Ansichtspunkt des Roboters sukzessiv modifiziert, sodass die bereits geprüften Bauteilregionen sichtbar gekennzeichnet werden

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Aussteller: Fraunhofer ITWM, Kaiserslautern

Robotergestütztes Oberflächeninspektionssystem
© Fraunhofer ITWM
System zur Ansichtenplanung für komplexe Oberflächeninspektion

Inspektion spiegelnder Oberflächen mit Deflektometrie

Am Fraunhofer IOSB wird das Verfahren der Deflektometrie zur Prüfung ebener oder leicht gekrümmter spiegelnder Oberflächen eingesetzt. Damit können geprägte, polierte, lackierte oder glasierte Oberflächen aus Kunststoff, Metall, Glas und anderen Materialien untersucht werden und als Ergebnis stehen Informationen über Lage, Größe und Art von ästhetischen Defekten zur Verfügung sowie bei Bedarf über die Form und Welligkeit der Oberfläche. Mögliche Einsatzbereiche für das Verfahren finden sich in der Metall-, Kunststoff- und Glasverarbeitung oder Oberflächenveredelung und ‑beschichtung.

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Aussteller: Fraunhofer IOSB, Karlsruhe

Prinzip Deflektometrie
© Fraunhofer IOSB
Prinzip der Deflektometrie

Optische 3D-Messtechnik

Monokulare 3D-Kameras

Das Fraunhofer IOF präsentiert ein neuartiges Kamerasystem zur passiven, optischen 3D-Objekterfassung. Das Aufnahmeprinzip basiert auf der Integration eines mikrooptischen Phasenelements innerhalb eines konventionellen Kameraobjektivs. Die Abbildungseigenschaften des Objektivs werden so verändert, dass die 3D-Informationen des Objektfelds direkt in der aufgenommen Rohbildverteilung kodiert sind. Durch eine angepasste Bildnachverarbeitung kann anschließend einerseits das Tiefenprofil des Objekts und andererseits die hochaufgelöste, laterale Objektverteilung rekonstruiert werden. Einsatzmöglichkeiten finden sich von der Mensch-Maschine-Interaktion über die Qualitätskontrolle in Fertigungsprozessen bis hin zum Bereich Virtual und Augmented Reality.

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Aussteller: Fraunhofer IOF, Jena

Monukulare 3D-Kamera - Tiefenprofil
© Fraunhofer IOF
Aufgenommenes Rohbild (links) und rekonstruiertes Tiefenprofil (rechts).

Augmented Reality zum schnellen Soll-Ist-Vergleich auf Basis von CAD für komplex geformte industrielle Bauteile

Das Fraunhofer IGD stellt bei der Control ein System vor, bei dem robuste und automatisierte Augmented-Reality-Verfahren dazu genutzt werden, Differenzen zwischen Soll und Ist automatisiert und in Echtzeit zu erkennen. Die Verfahren können sehr flexibel an unterschiedlichste Produktkonfigurationen angepasst werden. Sie benötigen kein Training auf Grundlage der Kamerabilder, denn die Prüfverfahren setzen auf die Konstruktionsdaten auf und können schon während des Planungsprozesses der Produktion eingerichtet werden. Somit können wandlungsfähige Prüfverfahren umgesetzt werden, die flexibel auf zahlreiche Produktvarianten adaptiert werden können.

Aussteller: Fraunhofer IGD, Darmstadt und Visometry, Darmstadt
Augmented Reality mit Tablet-Kamera
© Fraunhofer IGD
Augmented Reality mittels Tabletkamera

Systeme und Softwarebausteine zur individualisierten Qualitätsprüfung für Losgröße 1

In der Fertigung individualisierter Produkte mit hoher Variantenvielfalt werden zur Inline-Qualitätsprüfung zunehmend flexiblere und adaptive optische Mess- und Prüfsysteme benötigt. Am Fraunhofer IFF werden solche kundenindividuellen und flexiblen 3D-Messysteme zur Maß- und Formprüfung sowie zur Montage- und Vollständigkeitsprüfung entwickelt. Darüber hinaus werden einzelne Funktionsbausteine als Softwarebibliotheken angeboten, wie z.B. die geometrische Auswertung von 3D-Scandaten, die Simulation optischer Sensoren zur Erzeugung synthetischer Soll-Daten oder das Kalibrieren und Einmessen von optischen Sensoren. Bei der Control werden die umfangreichen Möglichkeiten des Fraunhofer IFF in diesem Bereich vorgestellt.

Aussteller: Fraunhofer IFF, Magdeburg

Überprüfung der Nabenbohrung eines Rads
© Fraunhofer IFF
Überprüfung der Nabenbohrung bei einem Automobilrad

Interaktives 3D-Sensormobil

Das Fraunhofer IOF präsentiert die Verwendung eines kollaborativen 3D-Prüfsystems auf einer mobilen Plattform (Projekt KOSYMA) im industriellen Umfeld. Gezeigt wird die interaktive Erstellung von Messaufgaben, indem die Besucher mittels Zeigegeste Messpositionen an einem großen Messobjekt anweisen können. Der Qualitätssicherungsprozess in der Produktion wird durch Ergänzung menschlicher Fähigkeiten und schneller 3D-Sensorik verbessert.

Aussteller: IOF, Jena

Direkte Mensch-Maschine-Interaktion durch virtuellen 3D-Spiegel
© Fraunhofer IOF
Direkte Mensch-Maschine-Interaktion durch virtuellen 3D-Spiegel

Hyperspektrale Bildverarbeitung

SWIR 3D-Scanner

Das Fraunhofer IOF präsentiert die Einsatzmöglichkeiten eines 3D-Scanners im SWIR-Wellenlängenbereich. Gezeigt wird die Messbarkeit von Oberflächen bzw. Materialien, die im VIS- oder NIR-Wellenlängenbereich schlecht bis gar nicht erfassbar sind. Dies sind beispielsweise ölige, metallische Bauteile, wie sie im Produktionsumfeld häufig vorkommen. Das Exponat besteht aus 3 gleichartigen 3D-Messsystemen im VIS, NIR und SWIR. Die 3D-Messergebnisse werden direkt nach der Messung angezeigt.

Aussteller: Fraunhofer IOF, Jena

 

SWIR 3D-Scanner
© Fraunhofer IOF
SWIR 3D-Scanner

Ultra-kompakte Multispektralkameras basierend auf Mikrooptik

Die besondere Anforderung an multispektrale Kamerasysteme besteht in der gleichzeitigen Aufnahme von hochaufgelösten spektralen und räumlichen Informationen. Klassische Lösungen basieren hierbei häufig auf scannenden Verfahren mit sperrigen Aufbauten. Das Fraunhofer IOF stellt nun eine multispektrale Kamera vor, die auf einem Multi-Apertur-Systemansatz mit spezifisch angepassten Mikrolinsen-Array in Kombination mit einem schrägen linear variablen Spektralfilter basiert, um diese Einschränkungen zu überwinden. Das System ist nur 60 x 60 x 28 mm³ groß, bietet dennoch ein großes Sichtfeld von 68° und eine räumliche Abtastung von 400 x 400 Pixel pro Kanal. Mögliche Anwendungsbereiche sind u.a. die Umwelt- und Agrarüberwachung, die industrielle Produktionskontrolle und Sortierung sowie die biomedizinische Bildgebung.

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Aussteller: Fraunhofer IOF, Jena

Multispektrale Kamera
© Fraunhofer IOF
Demonstrator einer kompakten Multispektralkamera mit linearem Verlaufsfilter

Modulare intelligente Prozess-Analytik für Industrie 4.0

Das Fraunhofer IOSB präsentiert ein modulares und intelligentes Prozess-Analytik-System zur Erfassung qualitätsrelevanter Materialparameter mittels optischer Spektroskopie. Durch die Konzeption als Systembaukasten können individuelle Lösungen zur Qualitäts- und Prozesskontrolle einfach und kostengünstig realisiert werden. Die Auswertung der spektroskopischen Messdaten erfolgt dabei durch eingebettete KI (Künstlicher Intelligenz) auf Sensorebene, sodass kalibrierte Qualitäts- und Materialparameter direkt an die Prozess- und Anlagensteuerung übergeben werden können. Das Exponat zeigt eine miniaturisierte Modellfabrik, in dem verschiedene Produkte aus dem Lebensmittelbereich spektroskopisch inspiziert werden. Die vorgestellte Prüftechnologie ist branchenübergreifend vielfältig einsetzbar. Weitere Anwendungsgebiete reichen von der landwirtschaftlichen Produktion über die Chemie- und Pharmaindustrie bis hin zum Recycling von Kunststoffen und Textilien.

Prozess-Analytik-System mittels Spektroskopie
© Fraunhofer IOSB

Zerstörungsfreie Prüfung

ZfP 4.0 - Digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf die ZfP

Am Fraunhofer IZFP werden unter dem Begriff »ZfP 4.0« bzw. »NextGen NDT« Aufgabenstellungen bearbeitet, die im Zeitalter von Industrie 4.0 auf die »ZfP von morgen« zukommen. Ziel ist dabei die Weiterentwicklung der ZfP 4.0 hin zu intelligenten und IIoT-fähigen ZfP-Sensorsystemen. Im Rahmen der Control präsentiert das Fraunhofer IZFP eine Auswahl dieser neuer intelligenten Prüfsysteme, zum Beispiel mittels Wirbelstrom, Ultraschall und 3MA. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Schnittstellen mittels OPC-UA sowie moderne Dokumentationsoptionen durch Anbindung der Systeme an DICONDE-Server, wodurch ihre Integration in bestehende IIoT-Netzwerke möglich wird. Auch die Kombination mehrere Technologien zur Lösung einer Prüfmethode ist denkbar.

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Aussteller: Fraunhofer IZFP, Saarbrücken

© Fraunhofer IZFP
Digitale Transformation der ZfP in Industrie 4.0

Kabelloses Hohlkörper-Prüfsystem (Hollow Object Inside Testing System HOBITS)

Die lückenlose Prüfung der Innenseite von räumlich lang ausgedehnten Hohlkörpern wie extrudierten Rohren stellt aufgrund der erschwerten Zugänglichkeit eine prüftechnische Herausforderung dar. Mittels HOBITS, einem neuartigen, am Fraunhofer IZFP entwickelten, frei schwebenden Sensorträger wird erstmals die kontinuierliche Innenprüfung von nichtmagnetischen und nichtleitenden Hohlkörpern ermöglicht. Das System nutzt eine magnetische Lagerung zur autonomen, schwebenden Positionierung im Prüfling und arbeitet kontinuierlich bei kabel- und berührungsloser Versorgung.

Aussteller: Fraunhofer IZFP, Saarbrücken

Hobits Prüfsystem
© Fraunhofer IZFP
HOBITS Kabelloses Hohlkörper-Prüfsystem

Intelligentes Assistenzsystem mit interaktiver Visualisierung und digitaler Prüfakte in der Vernetzung mit DICONDE Umgebung

Das Fraunhofer IZFP stellt mit »3D-SmartInspect« eine neue Technologie zur Objektivierung und Quantifizierung der Prüfung von großen und/oder sicherheitsrelevanten industriellen Strukturen vor. Das intelligente Assistenzsystem erfasst optisch den Prüfprozess (z.B. Wirbelstromverfahren, 3D-Ultraschall), das Trackingmodul verfolgt die Bewegung des Prüfkopfes und protokolliert Prüfpositionen und Messsignale. Das Assistenzsystem kann überall da zum Einsatz kommen, wo große Bauteile oder Strukturen von Hand geprüft werden, u. a. im Bereich der Luft- und Raumfahrt (sicherheitsrelevante Komponenten), Energieanlagen (Turbinen, Generatoren, Hochdruckbehälter etc.) oder Großgerätebau.

Aussteller: Fraunhofer IZFP, Saarbrücken

3D-SmartInspect Assistenzsystem
© Fraunhofer IZFP
3D-SmartInspect

Materialcharakterisierung mit 3MA

Bauteile im Maschinen-, Kraftfahrzeug- und Anlagenbau werden wärmebehandelt und maschinell bearbeitet, um die Gebrauchseigenschaften in gewünschter Weise einzustellen. Das Fraunhofer IZFP stellt auf der Control mit dem 3MA-Prüfverfahren eine Technologie vor, mit der vor allem eine Charakterisierung der Ausprägung der Randschichten möglich ist, die mit herkömmlichen Verfahren nicht zufriedenstellend zerstörungsfrei geprüft werden können. Das Verfahren ist vollständig automatisierbar und kann in den Fertigungsprozess integriert werden. Seine hohe Prüfge­schwindigkeit ermöglicht bei den meisten Anwendungen eine 100-Prozent-Prüfung. Das Verfahren erlaubt die schnelle und gleichzeitige Bewertung von mehreren relevanten Qualitätsmerkmalen der Randschicht (0 bis 8 mm Bauteil-Tiefe).

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Aussteller: Fraunhofer IZFP, Saarbrücken

3MA Prüfung ferromagnetischen Materialien
© Fraunhofer IZFP
3MA-Technologie zur zerstörungsfreien 100-Prozent-Prüfung von ferromagnetischen Materialien

FPGA-integrierte Laufzeitmessung zur Anbindung an Industrie-4.0-Anwendungen

Das Fraunhofer IZFP stellt ein System zur Messung von Ultraschalllaufzeiten vor, das losgelöst von Softwarelösungen unmittelbar im Feld arbeitet. Sowohl die Signalerzeugung und -aufnahme wie auch die gesamte Verarbeitung finden hierbei sensornah in einem FPGA statt. Basis des Systems ist die Nutzung des OPC-UA-Standards für die industrielle Kommunikation. Als Anwendungsbeispiel wird eine vollintegrierte Laufzeitwanddickenmessung verschiedener Metalle zu sehen sein. Mögliche Einsatzbereiche liegen in Branchen wie der Automobil- und Zuliefererindustrie oder der Stahlerzeugung.

Aussteller: Fraunhofer IZFP, Saarbrücken
FPGA-integrierte Laufzeitmessung Industrie-4.0-Anwendungen
© Fraunhofer IZFP
FPGA-integrierte Laufzeitmessung zur Anbindung an Industrie-4.0-Anwendungen

Schichtdickenmessung im industriellen Umfeld

Das Fraunhofer ITWM stellt ein Terahertz-basiertes Schichtdickenmessgerät vor, mit dem berührungslos und zerstörungsfrei Schichtdicken im industriellen Umfeld gemessen werden können. Schwerpunkt liegt auf der Dickenmessung einzelner Schichten innerhalb eines Mehrschichtsystems. Die Beschichtung kann hierbei auf beliebigem Material aufgetragen sein. Die Dickenmessung kann auch an feuchten, klebrigen und weichen Beschichtungen und an gekrümmten Oberflächen erfolgen.

Aussteller: Fraunhofer ITWM, Kaiserslautern

Schichtdickenmessung von Kunststoffrohren
© Fraunhofer ITWM
Terahertz-Schichtdickenmessung von geschäumten Kunststoffrohren

Mobiler Handscanner für die zerstörungsfreie Terahertz-Prüfung

Das Fraunhofer ITWM hat einen mobilen Handscanner für die zerstörungsfreie Terahertz-Prüfung entwickelt, der bei der Control 2019 vorgestellt wird. Da der Sensor zum Bauteil gebracht wird und nicht umgekehrt, ermöglicht der mobile Handscanner eine höhere Flexibilität hinsichtlich des Orts der Messung. Darüber hinaus lässt er sich auch besser an die Bauteilgeometrie anpassen und ist somit flexibel hinsichtlich der Messanordnung. Mögliche Anwendungsbereiche finden sich in Bereichen wie Wartung, Service und Reparatur, insbesondere an festverbauten, nicht transportablen Objekten. Typische Materialien sind Kunststoff, Faserverbund oder Keramik in Branchen wie Automobil, Maschinenbau oder Rohrhersteller.

Aussteller: Fraunhofer ITWM, Kaiserslautern
Mobiler Terahertz-Handscanner
© Fraunhofer ITWM
Mobiler Terahertz-Handscanner zur zerstörungsfreien Prüfung

»One-Stop-Shop« für Ultraschall – messen, simulieren, prüfen

Das Fraunhofer IKTS, Dresden, stellt Neuentwicklungen der Ultraschall-Gerätefamilie PCUS® pro vor, die für die schnelle automatisierte und bei Bedarf robotergestützte Prüfung in der Metallverarbeitung sowie in den Bereichen Bahn- und Automobilbau, Kraftwerks- oder auch Windkrafttechnik optimiert ist. Das Ultraschall-Frontend PCUS® pro HF kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn mit hohen Prüffrequenzen bis 100 MHz geprüft werden muss, zum Beispiel in der automatisierten Prüfung von dünnen Blechen, Verbundwerkstoffen, Fügeverbindungen oder elektronischen Bauteilen. Ausgeführt als USB-Frontend kann es an jeden Windows PC, Laptop oder Tablet-Computer angeschlossen werden.

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Aussteller: Fraunhofer IKTS, Dresden

Ultraschall-Frontend PCUS® pro HF prüft bis 100 Mhz
© Fraunhofer IKTS
Das kompakte Ultraschall-Frontend PCUS® pro HF prüft mit hohen Prüffrequenzen bis 100 MHz.

Partner für Systemintegratoren: Innovative Software- und Hardwarekomponenten im Bereich industrieller Röntgen- und CT-Technik

Das Fraunhofer EZRT forscht und entwickelt seit über 20 Jahren auf dem Gebiet der industriellen Röntgentechnik und verfügt über umfangreiches Know-how bei Software- und Hardwarekomponenten für Röntgen- und Computertomographiesysteme, insbesondere für anspruchsvolle Spezialanwendungen. Mit seinen Komponenten und seinem Know-how steht das Fraunhofer EZRT Anlagenbauern und Systemintegratoren bei der Umsetzung innovativer Projekte als Partner zur Verfügung. Am Fraunhofer Vision-Stand bei der Control werden Beispiele vorgestellt und es können Projektideen diskutiert werden.

Austeller Fraunhofer EZRT, Fürth

Aufbau RoboCT mit Röntgenquelle
© Fraunhofer EZRT
Aufbau einer »RoboCT« mit den bildgebenden Komponenten Röntgenquelle und -detektor

Akustische Qualitätsprüfung

Air-Hockey-Tisch zur Demonstration der akustischen Qualitätssicherung

Das Fraunhofer IDMT, Ilmenau, stellt bei der Control 2020 ein neues Verfahren zur akustischen Qualitätskontrolle basierend auf Schallanalysen und künstlicher Intelligenz vor, welches dort verlässliche Zustandsinformationen liefert, wo optische Verfahren an ihre Grenzen stoßen. Diese können durch den Einsatz akustischer Verfahren z.B. bei der Erkennung von Materialdefekten ergänzend unterstützt werden. Die Besucherinnen und Besucher können sich spielerisch einen »akustischen« Eindruck über die automatische Erkennung verschiedener Materialien verschaffen. Am Messestand steht dafür ein Air-Hockey Tisch bereit, an welchem Pucks zum Einsatz kommen, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen und anhand der auftretenden Spielgeräusche zuverlässig voneinander unterschieden werden können.

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Aussteller: Fraunhofer IDMT, Ilmenau

Unterschiedliches Material der Pucks erzeugt verschiedene Geräusche.
© Fraunhofer IDMT
Aus unterschiedlichen Materialien gefertigte Pucks klingen hörbar unterschiedlich.

Intelligente Qualitätssicherung durch KI-gestützte Analyse akustischer Signale

Im Rahmen von Industrie 4.0 entstehen immer vielfältigere Prüfaufgaben, bei denen immer größere Datenmengen anfallen, die oft nicht leicht zu interpretieren sind. Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Lage, diesen Messwerten eine Bedeutung zuzuordnen und die Gesamtsituation abzuschätzen. Das Fraunhofer IKTS, Dresden, stellt bei der Control 2020 exemplarisch für diesen Themenkomplex das Verfahren der akustischen Diagnose vor, mit dem Fehler in Fertigungs- und Betriebsprozessen detektiert werden können. Denn defekte Komponenten sowie kritische Anlagen- und Betriebsprozesse weisen spezielle Geräuschmuster auf, die zur Qualitätssicherung herangezogen werden. Demonstriert wird die Technologie am Beispiel von Münzen, die allein durch akustische Signale in ihrem Wert unterschieden werden können.

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Aussteller: Fraunhofer IKTS, Dresden

Münzerkennung KI System
© Fraunhofer IKTS
Der Demonstrator erkennt den Wert von Euro-Münzen anhand des Geräuschs beim Münzeinwurf. Im Vorfeld wurde das KI System dafür mit Geräuschen verschiedener Münzen trainiert